Wolfgang Prebeck ist jetzt Schulleiter am BSZ Amberg – Er will neue Ideen umsetzen

Von Mittelbayerische Zeitung · 7. Oktober 2025 um 05:00

Seit August 2025 hat das Berufliche Schulzentrum (BSZ) Amberg einen neuen Mann an der Spitze: Wolfgang Prebeck hat seither die Leitung inne. Außer seinen fachlichen Qualifikationen bringt er vor allem eines mit: Menschlichkeit, Offenheit und Lust auf gemeinsames Gestalten.

Der gebürtige Schwarzenfelder kennt die Region gut und kehrt nach mehr als zwei Jahrzehnten am BSZ Wiesau nun in seine Heimat zurück. Das geht aus einer Pressemitteilung des BSZ Amberg hervor. In Wiesau war er zuletzt als stellvertretender Schulleiter tätig und hat unter anderem das Projekt „Oberpfalz dual“ mitgestaltet, das Ausbildung und Studium miteinander verbindet.

„Ich habe bewusst nach einer neuen Herausforderung gesucht“, wird Prebeck in der Mitteilung zitiert. „Das BSZ Amberg hat mich sofort begeistert – durch seine Vielfalt, die lebendige Schulgemeinschaft und die Offenheit für neue Ideen.“ Besonders die innovativen Projekte und die internationalen Partnerschaften seien für ihn ein starkes Argument gewesen.

Station in Wiesau

Sein Weg begann mit dem Abitur am Max-Reger-Gymnasium in Amberg, gefolgt vom Lehramtsstudium für berufliche Schulen mit Schwerpunkt Metalltechnik und Sozialkunde an der TU München. Nach dem Referendariat in Weiden und Wiesau übernahm er dort im Jahr 2000 seine erste Planstelle – und blieb. Als Koordinator, Schulbeauftragter, Mitglied der erweiterten Schulleitung und schließlich als stellvertretender Schulleiter habe er die Schule über viele Jahre hinweg geprägt.

„Ich möchte Schule nicht nur verwalten, sondern gestalten“, betont Prebeck. Dabei gehe es ihm nicht nur um große Visionen, sondern um machbare Schritte, am liebsten gemeinsam mit dem Kollegium. „Die besten Ideen kommen oft von den Lehrkräften selbst. Wenn wir sie gemeinsam umsetzen, entsteht echte Veränderung.“

Wie der Mitteilung zu entnehmen ist, ist ihm die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler besonders wichtig: „Mit Programmen wie STARK oder dem Unterrichtsfach Persönlichkeitsentwicklung möchten wir junge Menschen stärken – fachlich, aber auch persönlich.“ Auch die Digitalisierung stehe im Fokus: Moderne Ausstattung, KI im Unterricht und ein bewusster Umgang mit Social Media sollen die Schüler fit für die Zukunft machen.

Musik und Natur zum Ausgleich

Auch außerhalb der Schule ist Wolfgang Prebeck laut Mitteilung vielseitig engagiert: Als Leiter der Jagdhornbläsergruppe St. Hubertus in Schwandorf pflegt er musikalische Tradition und bringt Klang und Gemeinschaft zusammen. In der Natur und auf dem Motorrad findet er Ausgleich – und oft auch neue Gedanken, die später in den Schulalltag einfließen.

Im Umgang mit Menschen setze er auf Ruhe, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung. Die Schule verstehe er als Netzwerk, das nur im Miteinander funktioniert – mit Schülern, Eltern, Betrieben und dem Kollegium als gleichwertige Partner. „Zuhören, gemeinsam Lösungen finden und Raum für Ideen schaffen: Das prägt seinen Führungsstil“, erklärt das BSZ.

Das Schulzentrum stehe für Vielfalt, Praxisnähe und Offenheit – hier knüpfe der neue Schulleiter an. Gemeinsam mit dem Kollegium soll Bewährtes gestärkt und neue Impulse behutsam eingebracht werden.

Fachkräfte von morgen

Seine Vision für das BSZ Amberg ist klar formuliert: „Eine zukunftsfähige Schule, die langfristig erfolgreich agieren kann – getragen von einer gemeinsamen Handschrift aller Beteiligten, einer gut strukturierten Verwaltung und einem offenen Umgang innerhalb der gesamten Schulfamilie. Mit Freude bei der Arbeit an der Schule sollen die Fachkräfte für heute und morgen gesichert werden.“

Dabei verfolge Prebeck drei zentrale Leitsätze: Die Lehrkräfte und die Verwaltung sollen bestmögliche Arbeitsbedingungen vorfinden, die Schüler optimale Lernbedingungen – und im Mittelpunkt stehe stets die Frage: Was ist das Beste für die Schule?