Baustelle im Berle: Berching investiert über 200.000 Euro in das Erlebnisbad

Von Bernhard Neumayer · 7. Oktober 2025 um 05:01

Seit zwei Wochen ist das Berle-Bad in Berching (Landkreis Neumarkt) für Besucher geschlossen. Welche Arbeiten dort erledigt werden und wann es Gäste wieder nutzen können, erklärt der neue Betriebsleiter des Ganzjahresbads.

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Der langjährige Mitarbeiter Eike Penzel ist seit 1. Oktober neuer Betriebsleiter des Berchinger Erlebnisbades. Er folgt damit auf Ralf Thiel, der altersbedingt zurückschraubt, aber nach wie vor im Team des Berle-Bads anpackt – so auch am gestrigen Montag, als unsere Zeitung die Baustelle besichtigt.

Neben den jährlichen Wartungs- und Reinigungsarbeiten stehen aktuell im Berle auch Neuerungen an. Deshalb ist das Bad dieses Mal auch länger als nur drei, vier Wochen geschlossen. Unter anderem wird der Rutschenturm erneuert. Einerseits aus optischen, andererseits aus statischen Gründen, wie Penzel erklärt. Das Geländer und die Stufen, die erst vor ein paar Jahren erneuert worden sind, werden weiter genutzt. Der Rutschenturm an sich wird dagegen erneuert, für 40.000 Euro. Auch Träger, die die Rutsche stützen, werden ausgetauscht.

Berle-Betriebsleiter Eike Penzel (l.) und Marko Mottl, Haustechniker bei der Stadt Berching, zeigen die neue Theke der Cafeteria. - Foto: Bernhard Neumayer

Auffallen wird Besuchern zudem die neue Theke für knapp 48.000 Euro, die die Firma Bärtl & Kapfer aus Großalfalterbach (Gemeinde Deining) angefertigt hat. Gestern wurde sie ins Bad geliefert. Die Theke ist im Vergleich zu ihrer Vorgängerin etwas länger. Die alte Theke der Cafeteria hatte nach Angaben des Berle-Betriebsleiters mit Feuchtigkeit zu kämpfen. Der Pächter bleibt mit Francesco Caminita der gleiche.

Treuen Gästen des Bads werden auch etliche neue Fliesen auffallen, unter anderem an der Wand zwischen Umkleidenausgang und Verkaufstheke, oder auch an der Brücke zum Außenbereich. Für Fliesen, neue Silikonfugen, Lampen und Fenster rechnet die Stadt mit gut 31.000 Euro.

An manchen Stellen wurden neue Fliesen im Berle-Bad in Berching angebracht. - Foto: Bernhard Neumayer

Neben den routinemäßigen Reinigungsarbeiten, der TÜV-Prüfung des Hubbodens im Schwimmerbecken und der Inspektion der sanitären Anlagen wurde heuer auch das Filtermaterial in den vier Mehrschichtfiltern im Keller des Bades ausgetauscht. Das sei das letzte Mal vor 13 Jahren gemacht worden.

Berle-Bad-Betriebsleiter Eike Penzel zeigt einen der vier großen Mehrschichtfiltern im Technikraum. - Foto: Bernhard Neumayer

„Rund 40 Tonnen Filtermaterial mussten wir austauschen“, sagt Penzel. Überwiegend Sand ist in den großen Tanks im Technikraum. Auch die zahlreichen Filterkerzen darin wurden ausgetauscht. Für die Technik rechnet die Stadt mit Kosten von gut 90.000 Euro.

Berle-Bad in Berching öffnet am 1. November 2025 wieder

„Viel Aufwand und Mitarbeitermangel“, nennt Penzel den Grund, warum das Bad noch voraussichtlich bis 31. Oktober geschlossen bleibt. Geplant sei, am 1. November wieder für Besucher aufzusperren. Bis dahin werden Becken und Umkleiden geputzt, die Technik kalibriert, das Wasser im Erlebnisbecken wieder eingelassen, geheizt und beprobt. Dann steht dem Badespaß bald nichts mehr im Weg.

Bauarbeiten im Berle-Bad: Die Kosten im Überblick

• Technik: Erneuerung Sand in Filteranlagen inklusive weiterer technischen Finessen und Absperr-Klappen: 90.950 Euro

• Rutschenturm: Erneuerung Treppenwangen auf Aufhängung: 40.000 Euro

• Cafeteria: neue Theke inklusive Anschlüsse: 47.900 Euro

• Allgemeines: neue Fliesen, Silikonfugen, Austausch von Lampen, Fenster: 31.200 Euro

• Abriss: Abrissarbeiten und Elektroarbeiten bei der Cafeteria hat der städtische Bauhof übernommen