Kommunalwahl im Landkreis Regensburg: Die CSU schickt Patrick Grossmann ins Rennen

Von Mittelbayerische Zeitung · 5. Oktober 2025 um 19:00

Mit großer Mehrheit wurde der Landtagsabgeordnete Patrick Grossmann von der CSU als Landratskandidat nominiert. 99,2 Prozent der 133 Stimmen entfielen bei der Nominierungsversammlung in Eilsbrunn auf den früheren Bürgermeister von Sinzing.

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Das berichtet die CSU in einer Pressemitteilung. „I bin da Patrick und da bin i dahoam“, leitete Grossmann seine Vorstellungsrede ein, und spielte auf den Ort der Nominierung in seiner Heimatgemeinde an. Gleich zu Beginn bedankte sich der dreifache Vater bei seiner Familie, insbesondere bei seiner Frau Margit. Er sei für die Aufgabe geeignet, stellte er fest. Schließlich habe ihm die CSU nach 15 Jahren als Bürgermeister schon in seiner ersten Periode im Landtag eine Aufgabe im Haushaltsausschuss zugetraut. Mit seiner Erfahrung als Gemeindeoberhaupt zeichne er dort für die Kommunalfinanzen verantwortlich.

Das, was er im Landkreis beobachte, mache ihn jedoch fassungslos, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Sehr geehrte Frau Landrätin, unsere Kommunen schaffen das nicht mehr“, erklärte Grossmann und kritisierte die Stellenzunahme im Landratsamt. Die Folge sei eine steigende Kreisumlage, die die Gemeinden bezahlen und ihre eigenen Angebote für die Bürger einschränken müssten. Hier will sich Grossmann auf Kernaufgaben konzentrieren, Digitalisierung vorantreiben und mit einem Einstellungsstopp und Verschiebungen innerhalb der Verwaltung auf ein vernünftiges Maß zurückkommen.

Gelbe Tonne

Am Beispiel Gelbe Tonne zeigte Grossmann auf, wie er die Aufgabe als Landrat sehen würde: „78 Prozent der kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern haben aus Gründen des Umweltschutzes bereits ein Holsystem für Leichtverpackungen, auch die Mehrheit der Menschen in unserem Landkreis will die zügige Einführung. Damit ist dieser Beschluss umzusetzen.“ Gleichzeitig will Grossmann die Wertstoffhöfe in jeder Gemeinde mit leicht reduzierten Öffnungszeiten erhalten und mehr Kapazitäten für die Abgabe von Altholz oder kleineren Sperrmüllmengen schaffen.

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Die Festlegung von Flächen für Windkraft im Landkreis zeige ihm, dass der Ausbau erneuerbaren Energien nur mit und nicht gegen die Bürger funktioniere. Für Gemeinden, die hier hohe Belastungen zu tragen hätten, fordert er mehr Kompromissbereitschaft durch Reduzierung der Flächenziele.

„Kommunalpolitik wird immer noch im Landkreis vor Ort gemacht und nicht bei Lanz auf der Couch“, sagte Grossmann. Er will er bei Bildung, Wirtschaft und Infrastruktur die Themen anpacken und auch ins Ziel bringen. Die CSU-Idee einer Wohnungsbaugesellschaft, die für bezahlbaren Wohnraum sorge, will er konkret machen wie eine abgestimmte Wirtschaftspolitik, die auch einmal größere Ansiedlungen ermöglicht.

„Starker Mann“

Die Delegierten dankten es Grossmann mit sehr viel Zwischenapplaus und Standing-Ovations . Das Ergebnis der Nominierung spreche für sich, sagte Kreisvorsitzender Peter Aumer. Grossmanns Vorgänger als Landratskandidat, Rainer Mißlbeck, schlug der Versammlung seinen Freund und langjährigen Wegbegleiter vor: „Ich weiß, dass er der starke Mann ist, der unseren Landkreis wieder nach vorne führen kann.“

Wiesents Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher hob Grossmanns Kompetenz und Erfahrung als Gemeindeoberhaupt hervor, eine ideale Qualifikation für das Amt des Landrats. Franz Ehl, Unternehmer aus Neutraubling, sagte: „Den Blick fürs Unternehmertum, den hat er.“ Ehrenkreisbrandrat Wolfgang Scheuerer lenkte den Blick auf das Engaement der Ehrenamtlichen: „Das kann der Staat alles gar nicht leisten und Patrick weiß das und kennt das – so einen brauchen wir auf dem Landratsstuhl.“