Totschlag-Anklage: Frau soll Lebensgefährten in Grafenau nach Verlobung erstochen haben

Im Fall des Tötungsdelikts im niederbayerischen Grafenau im Landkreis Freyung-Grafenau hat die Staatsanwaltschaft Passau Anklage wegen Totschlags gegen eine zum Tatzeitpunkt 25-jährige Frau erhoben. Das teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Mediengruppe Bayern jetzt mit. Die junge Frau soll im Juni 2025 ihren 24 Jahre alten Lebensgefährten mit einem Messerstich tödlich verletzt haben.
Der Vorfall hatte in Grafenau für große Bestürzung gesorgt. Polizei und Rettungskräfte waren damals zu einer Wohnung in die Elsenthal-Siedlung gerufen worden, konnten dem jungen Mann jedoch nicht mehr helfen. Der 24-Jährige hinterlässt ein Kind mit der mutmaßlichen Täterin und einen Sohn aus einer früheren Beziehung.
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Nur Stunden vor der Tat soll das Opfer seiner Freundin beim gemeinsamen Besuch einer Hochzeit einen Heiratsantrag gemacht haben. Den soll diese auch angenommen und um Mitternacht noch zwei Fotos in einem Messenger-Dienst gepostet haben. Darauf zu sehen: das vermeintlich glückliche Paar.
Messerstich in Oberkörper war tödlich
In der Nacht soll es nach MGB-Informationen dann zum Streit gekommen sein – erst verbal, bevor sich schließlich die schreckliche Tat ereignete. Mit einem Messer soll die heute 26-Jährige auf ihren Partner eingestochen haben. Die Verletzung im Oberkörper soll tödlich gewesen sein, so der Obduktionsbericht. Über die Hintergründe der Tat machte die Staatsanwaltschaft Passau jedoch bislang keine Angaben. Das Polizeipräsidium Niederbayern teilte zwei Wochen nach der Tat mit, dass der 24-Jährige zum Tatzeitpunkt betrunken gewesen sein soll. Auch die mutmaßliche Täterin soll Alkohol getrunken haben.
Noch kein Termin für Prozessbeginn
Nun soll sich die Frau vor dem Landgericht Passau verantworten. Dieses teilt auf Anfrage mit, dass die zuständige Kammer noch nicht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden hat. Wann der Prozess beginnen wird, steht daher noch nicht fest.