Bluttat nach Hochzeitsbesuch: Frau (25) soll in Grafenau Lebensgefährten (24) tödlich verletzt haben

Von Andreas Nigl · 1. Juni 2025 um 18:00

Zu einem Tötungsdelikt ist es am frühen Sonntagmorgen gegen 4.30 Uhr in Grafenau gekommen. Ein 24-jähriger Mann kam dabei ums Leben, eine 25-jährige Frau wurde als tatverdächtig festgenommen.

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Stünde an diesem Sonntagvormittag nicht ein Polizeiauto in der Zufahrt zu einem Mehrfamilienhaus im Grafenauer Ortsteil „Elsenthal- Siedlung“ (Landkreis Freyung-Grafenau) und wären nicht mehrere uniformierte und zivile Beamte vor Ort, käme niemand auf die Idee, dass dort in der Nacht etwas Schreckliches passiert ist. Wie das Polizeipräsidium Niederbayern mitteilte, ist es dort am frühen Sonntagmorgen gegen 4.30 Uhr zu einem Tötungsdelikt gekommen.

Streit nach Besuch einer Hochzeit

Zu der Bluttat kam es demnach nach einem Streit innerhalb einer Wohnung, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Niederbayern gegenüber der Mediengruppe Bayern. Bei den beiden Beteiligten habe es sich um ein Paar gehandelt. Mehr wollte man aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht mitteilen.

Paar hat einen kleinen Sohn

Doch die Nachricht von der Tat machte dann Sonntagnachmittag im Grafenauer Land schnell die Runde. Nach PNP-Informationen soll das Paar zuvor eine Hochzeit besucht haben. Nachdem man daheim war, soll es zum Streit gekommen sein, bei dem die Frau auf den Mann einstach. Ob – und wenn ja, bei wem – Alkohol mit im Spiel war, werde noch ermittelt. Ohrenzeugen, die durch „brutale Schreie“ aufmerksam wurden, sollen dann die Polizei alarmiert haben. Das Paar hat zusammen einen kleinen Sohn, der in der Tatnacht bei Verwandten war.

Bürgermeister bietet Hinterbliebenen Hilfe an

Die Frau habe den Mann „am Oberkörper tödlich verletzt“, erklärte die Polizeisprecherin. Wie genau, wollte sie auf Anfrage zunächst noch nicht sagen. „Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versuchten Ersthelfer, den Mann zu reanimieren. Der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod feststellen.“

Auch Grafenaus Bürgermeister Alexander Mayer zeigte sich bestürzt, als er von der Tat erfuhr. Er eilte am Sonntagvormittag sofort ins Rathaus. „Unsere Gedanken sind bei der Famile“, sagte er in einer ersten Reaktion. Und bot den Hinterbliebenen, besonders auch dem kleinen Buben, alle möglichen Hilfen der Stadt an.

Die Kriminalpolizeiinspektion Passau hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Passau die Ermittlungen übernommen. Die tatverdächtige Frau wurde vorläufig festgenommen und sollte noch am Sonntag am Amtsgericht vorgeführt werden.