Events mit Licht in Regensburg: Die Saison beginnt

Neonröhren, Tausende LED-Kerzen, Mappings und ein ganzes Festival – Kunst und Veranstaltungen, bei denen ein Leuchten die Hauptrolle spielt, sind wohl mit das schönste Trostpflaster dafür, dass die Nächte nun wieder länger sind als die Tage. Das ist in Regensburg geboten.
Es wird schon deutlich früher dunkel als Ende Juni. Allerdings ließ sich das bis vor wenigen Tagen noch gut ignorieren – Spritz schlürfend in Jeansshorts und Sandalen auf einem der Freisitze der Stadt. Dann aber schlug das Wetter um. Von einem Tag auf den anderen war es unverkennbar Herbst. Für traurige Sommerkinder also höchste Zeit, sich die Perspektiven vor Augen zu führen, die Dunkelheit mit sich bringt: viel Raum für Events um Licht und Leuchten.
Kulturoptimisten lassen die Minoritenkirche mit Infinity erstrahlen

Seit der ersten Auflage von Genesis vor fast drei Jahren haben die Kulturoptimisten um Julia Köppel und Karin Weber die Herzen der Regensburger mit ihren Illuminationen von Museumskirchen im Sturm erobert. Um die 50000 Menschen sahen sich im vergangenen Jahr das Lichterspektakel Enlightment an, während dem die Zuschauer die vier Jahreszeiten zur Musik Vivaldis an die Kirchenwände projiziert nachempfinden konnten. In den beiden Jahren zuvor war mit Genesis die Schöpfungsgeschichte das Thema der Show des Züricher Kollektivs Projektil . Schon damals handelte Köppel die Termine für diese Saison aus. Kein leichtes Unterfangen: Regensburg konkurriert laut Köppel bei dem Thema mittlerweile mit 35 weiteren europäischen Städten. Aber es ist ihr geglückt: Von 28. November bis 1. Februar läuft die Lichtshow Infinity in der Minoritenkirche – eine Weltpremiere zur Musik von Johann Sebastian Bach mit philosophischen Texten oder ohne. „Infinity ist ein Versuch, die Unendlichkeit und die eigene Bedeutung im großen Ganzen nicht verständlich, aber spürbar zu machen“, heißt es in der Ankündigung. Der Vorverkauf läuft unter www.infinity-regensburg.de.
Schiff fährt über die Donau im Lichtermeer

Bereits für den 18. Oktober kündigt die Reederei Wurm & Noé eine fulminante Feuerwerksschifffahrt mit dem Titel „Donau im Lichtermeer“ an und verspricht ein Spektakel auf dem Galaschiff Regina Danubia. Damit feiert die Donauschifffahrt das Ende der Hauptsaison. Die Fahrgäste erwartet ein Feuerwerk, das auf Höhe der Walhalla abgeschossen wird – nebst Musikprogramm und Menü. Um 19 Uhr heißt es: Leinen los! Mit der Kristallflotte, dem Barefoot Boat und dem Bruckmadl geht es im Konvoi donauabwärts. Ticketreservierungen sind möglich unter der Telefonnummer 0941/50277880.
Das indische Lichterfest Diwali auf der Donau

Diwali heißt ein hinduistisches Lichterfest mit der Dauer von mehreren Tagen, das in Indien, Sri Lanka oder Nepal gefeiert wird. Es ist ein fröhliches Fest, zu dem es viele Bräuche gibt. Gefeiert wird der Sieg des Guten über das Böse, der Wahrheit über die Lüge, des Lichts über den Schatten und des Lebens über den Tod. Zum Fest hängen an vielen Fassaden Lichterketten. Auch die Betreiber des indischen Lokals Chaska am Donauufer wollen dieses Fest feiern. Sie laden zu einer Diwali-Party auf einem Schiff. Los geht sie am 20. Oktober um 17 Uhr.
Das Relight kehrt zurück nach Regensburg

Der vorletzte Frühling begann so quirlig wie es sonst nur am Bürgerfest oder zum Jazzweekend zugeht. Damals stieg die erste Ausgabe des Lichtkunsfestivals Relight und die Regensburger ließen sich nicht lange bitten. 15 000 Menschen waren laut einer Broschüre der Stadt an jedem der zehn Abende in der Innenstadt unterwegs und spazierten von Lichtkunstwerk zu Lichtkunstwerk. Insgesamt waren es 15. Viele waren so beliebt, dass sich Schlangen bildeten. Zum Beispiel am Eingang zum Thon-Dittmer-Palais, wo eine rotierende Spirale aus Neonröhren auf sie wartete. Gerade ist die zweite Runde Relight in Planung. Es soll von 12. bis 22. März 2026 stattfinden. Der Eintritt ist frei.
Thon-Dittmer-Palais im Kerzenlicht

Klassische Musik im Thon-Dittmer-Palais, die Musiker sitzen in einem Meer aus Kerzen – keine Sorge um das Denkmal: Es sind LED-betriebene Stumpen. Das ist das Konzept der Konzertreihe Candlelight. So will der Veranstalter Fever klassische Musik demokratisieren und auch Menschen mit ihr vertraut machen, die bisher nie ein klassisches Konzert besucht hatten. Angekündigt sind die Meisterwerke von Komponisten wie Vivaldi, Mozart und Chopin. Als nächste Konzerte dieser Art, für die es in Regensburg Karten gibt, sind angekündigt: am 14. November, 20 Uhr, ein Tribut an Phil Collins, am 15. November, 18 Uhr, Vivaldis vier Jahreszeiten sowie um 20 Uhr Queen meets The Beatles, am 5. Dezember, 18 Uhr, Ed Sheeran meets Coldplay sowie um 20 Uhr Queen vs. Abba oder am 14. Dezember um 16 Uhr Rock-Hymnen in Klassikversion. Tickets unter www.feverup.com.