Rana-Werk Schwandorf: Wie dem Metallverarbeiter vor 35 Jahren der Neustart gelang

Die Rana-Werk Metallverarbeitungs-GmbH mit Firmensitz in Klardorf feierte am vergangenen Freitag ihr 35-jähriges Betriebsjubiläum. Zahlreiche Ehrengäste zollten dem mittelständischen Unternehmen Dank und Anerkennung für seine technologische Innovationskraft und sein Bekenntnis zum Standort Schwandorf. Am Samstag gab es die Möglichkeit, bei einem Tag der offenen Tür den Betrieb zu besichtigen.
Das Rana-Werk, dessen Geschichte bis ins Jahr 1855 zurückgeht, wie aus der Firmenchronik hervorgeht, wurde nach zwischenzeitlichem Konkurs im Jahr 1990 von Michael Graf übernommen und unter dem neuen Firmennamen „Rana-Werk Metallverarbeitungs-GmbH“ fortgeführt. Seitdem hat sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt und das Rana-Werk zu einem modernen und etablierten Spezialisten für Metall- und Stahlbau in der Oberpfalz gemacht.
Breites Leistungsspektrum
Das Leistungsspektrum deckt die gesamte Bandbreite moderner Metallverarbeitung ab. Dazu gehören unter anderem der Bau von Treppen, Rampen, Balkonen und individuelle Geländerkonstruktionen, vielfältige Variationen der Blechverarbeitung (Lasern, Stanzen, Schweißen) sowie die Veredelung von Oberflächen durch eine eigene Pulverbeschichtungsanlage.
Hans Hottner, der Steuerberater der Firma, gab in seiner Festrede einen kurzen Rückblick über die Unternehmensentwicklung. Als das Traditionsunternehmen nach dem Tod des ehemaligen Inhabers im Jahr 1990 wegen Konkurs den Betrieb habe einstellen müssen und die Gebäude zum Verkauf gestanden seien, habe der jetzige Geschäftsführer Michael Graf mit Unterstützung des Freistaats Bayern im Rahmen der regionalen Wirtschaftshilfe den Metallverarbeitungsbetrieb mit seinen 20 Mitarbeitern übernommen.
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Nach einer Bestandsaufnahme über die Beschaffenheit der Gebäude, technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung sei ein umfangreiches Investitionsprogramm erstellt worden. In den ersten fünf Jahren seien mehr als eine Million Euro investiert worden. Bis heute belaufen sich die Investitionen nach Worten des Festredners auf 3,3 Millionen Euro. Der Jahresumsatz habe im ersten Wirtschaftsjahr 1,2 Millionen Euro betragen. Im Jahr 2024 seien 3,2 Millionen Euro erreicht worden.
In schwierigen wirtschaftlichen Zeiten brauchte es Unternehmermut, Unternehmergeist und Risikobereitschaft, wie der Festredner sagte. All diese Tugenden habe Michael Graf auf sich vereint. Personalentlassungen habe es nicht gegeben. Heute seien bei der „Rana-Werk Metallverarbeitungs- GmbH 33 Personen beschäftigt. Durch die Erweiterung der technischen Ausstattung und der Anschaffung moderner Produktionsanlagen habe sich auch das Produktportfolio erweitert. Zu den Kunden des Unternehmens zählen unter anderem das Bundesbeschaffungsamt, Behörden, Banken, Krankenhäuser, Universitäten sowie die DB-AG.
Viel Lob von Politikern
MdL Alexander Flierl (CSU) verwies auf die große historische Bedeutung des Rana-Werks, lobte aber auch die jüngste Entwicklung des Unternehmens, das in den vergangenen 35 Jahren große Schwandorfer Industriegeschichte geschrieben habe. Auch die traditionellen Werte des Familienunternehmens hat er in seiner Rede in den Fokus gestellt. Es werde angepackt, es würden Werte geschaffen und hier stehe man zu seiner Region und ihrer wirtschaftlichen Mitgestaltung.
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Der stellvertretende Landrat Jakob Scharf (CSU) benutzte zwei Schlagwörter, um das Unternehmen zu umschreiben: Innovation und Tradition. Zweiter Bürgermeister Andreas Wopperer (CSU) gratulierte zu dreieinhalb Jahrzehnten Unternehmermut und zum Bekenntnis zum Standort Schwandorf.
Thomas Genosko, Abteilungsleiter für Standortpolitik, Innovation und Umwelt bei der IHK, stellte die Verantwortung, die Geschäftsführer Michael Graf für das Werk, für die Mitarbeiter sowie für Geschäftspartner und Lieferanten übernommen habe, in den Mittelpunkt seiner Rede.
Wolfgang Reif, Bereichsleiter Berufsbildung bei der Handwerkskammer, überreichte Graf die Urkunde „Ehrenblatt in Silber“ als Ausdruck der Anerkennung für die langjährige hervorragende Arbeit und für die kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden auch zwei langjährige Mitarbeiter geehrt. Günter Braunreiter, ein Mann der ersten Stunde, ist seit 35 Jahren dem Betrieb zugehörig. Durch seine Erfahrung und sein Fachwissen hat er maßgeblich zum Erfolg der Firma beigetragen. Patrick Spickenreuther unterstützt das Unternehmen seit 15 Jahren durch seinen engagierten Einsatz und seine Kompetenz.
