Drei Verletzte nach Unfall bei Steinberg am See – Verursacher stand laut Polizei unter Drogen

Auf der Kreisstraße SAD2 hat sich am Freitagabend im Gemeindegebiet von Steinberg am See (Lkr. Schwandorf) ein Verkehrsunfall ereignet, an dem drei Autos beteiligt waren. Drei Leichtverletzte, beträchtlicher Sachschaden und Ermittlungen gegen den Unfallverursacher sind das Ergebnis.
Laut Polizei wurde der Unfall von einem 43-jährigen Windischeschenbacher verursacht. Er geriet zwischen Klardorf und Steinberg, auf Höhe eines Parkplatzes, auf die Gegenfahrbahn, wo sein Wagen einen Ford streifte, an dessen Steuer ein 37-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab saß. Der Ford wiederum krachte frontal in den Mitsubishi eines 71-Jährigen aus dem Landkreis Schwandorf. Er war hinter dem Auto des Verursachers gefahren.
Sachschaden im sechsstelligen Bereich
Drei Unfallbeteiligte, darunter auch eine 68 Jahre alte Mitfahrerin im Mitsubishi, wurden laut Polizei leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Unfallverursacher und sein Beifahrer blieb dagegen unverletzt, so die Polizei. Die drei Autos wurden erheblich beschädigt. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 100.000 Euro.
Der Auslöser für den Unfall dürfte Alkohol- und Drogenmissbrauch gewesen sein, so die Polizei. Dem 43 Jahre alten Verursacher wurden nach Angaben der Polizei durch freiwillige Vortests Alkoholkonsum sowie der Einfluss von Cannabis nachgewiesen. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie fahrlässiger Körperverletzung. Der Führerschein des 43-Jährigen wurde sichergestellt sowie seine Weiterfahrt unterbunden.
Rettungshubschrauber drehte noch in der Luft wieder ab
Die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord hatte gegen 19.25 Uhr Großalarm ausgelöst. Da zunächst davon ausgegangen werden musste, dass mehrere Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt sind, eilten die Feuerwehren aus Steinberg am See, Wackersdorf und Schwandorf mit 64 Aktiven an die Einsatzstelle. Glücklicherweise war aber niemand eingeklemmt. Ein Rettungshubschrauber, der sich bereits im Anflug befand, konnte noch in der Luft wieder abdrehen.
Die Arbeit der Feuerwehr beschränkte sich auf die Unterstützung des Rettungsdienstes, die Sperrung der Kreisstraße, das Ausleuchten der Unfallstelle sowie die Reinigung der Fahrbahn. Die Einsatzleitung hatte der Steinberger Kommandant Thomas Knerer inne.