Grundstein für das Trainingszentrum: Bei Amberg wird bald der Zoll ausgebildet

Die Dimension dieses Bauprojekts lassen sich auch schon kurz nach Beginn der Bauarbeiten an der Vilstalstraße direkt hinter der Stadtgrenze von Amberg erahnen: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz BImA genannt, lässt hier auf einer Fläche von 13500 Quadratmetern ein Einsatztrainingszentrum für den Zoll bauen. Am vergangenen Donnerstag erfolgte die Grundsteinlegung.
Die Fertigstellung und Übergabe an die Generalzolldirektion als Nutzerin ist in Kümmersbruck für Mitte 2027 geplant.Bei der Feier am Donnerstag war allein schon anhand der Autokennzeichen zu erkennen, dass dieser Termin für Amberg und Kümmersbruck von besonderer Bedeutung ist.
Besuch aus München
Extra aus München war die Chefetage von BImA mit der Hauptstellenleiterin Andrea Rieger angereist, aus Regensburg Vertreter des Zollamts mit der stellvertretenden Leiterin Christina Kiener. Mit Mitarbeitern war Goldbeck, das Generalunternehmen, das das Bauvorhaben realisieren wird, vor Ort. Goldbeck ist in Amberg kein Unbekannter, war Bauherr der Parkgarage an der Marienstraße.

„Ich möchte mich ganz besonders bei den beteiligten Kommunen für ihre Aufgeschlossenheit gegenüber dem Projekt bedanken, das ist nicht überall so“, betonte die BIMA-Chefin Andrea Rieger aus München in ihrer Rede in Richtung der drei Kommunalchefs Michael Cerny (Stadt Amberg), Roland Strehl (Kümmersbruck) und Stefan Braun (Landkreis Amberg-Sulzbach).
Christina Kiener ging auf die Herausforderungen von Zollbeamten bei Ausübung ihres Berufs ein. „Der Kampf gegen den internationalen Schmuggel, organisierte Kriminalität oder gegen organisierte Schwarzarbeit ist ohne Spezialtraining nicht zu bewältigen. In diesen hochmodernen Zentren können sie optimal trainieren und sich auf ihren Dienst vorbereiten“, erklärte sie.
Der Kampf gegen den internationalen Schmuggel ist ohne Spezialtraining nicht zu bewältigen.
Christina Kiener, Stellvertretende Leiterin des Zollamts Regensburg
Das Trainingszentrum umfasst drei Bereiche, ein Einsatztrainingsgebäude, eine Raumschießanlage und eine Zwei-Feld-Sporthalle. „Dieses Gebäude wird nicht nur ein Ort der Ausbildung, sondern auch ein Haus der Gemeinschaft, der Professionalität und des Teamgeists“, betonte Christina Kiener. Elf Standorte soll es insgesamt in Deutschland geben, davon zwei in Bayern, in Garching bei München und hier in Kümmersbruck.

Einmal planen, elfmal bauen
Goldbeck setzt dabei auf eine systematisierte und serielle Bauweise für alle geplanten Standorte. „Einmal planen, elfmal bauen“, heißt die Devise von Goldbeck.
Wesentliche Bauteile fertigt Goldbeck industriell vor und montiert sie anschließend vor Ort. Die Fassaden sind mit Aluminium-Lisenen und Lärchenholz verkleidet. Eine Photovoltaik-Anlage versorgt die Gebäude mit Energie. Als Höhepunkt der Feier auf der Baustelle an der Vilstalstraße erfolgte die Grundsteinlegung. Mit einer Maurer-Kelle bewaffnet wurde gemeinsam symbolisch eine Zeitkapsel, die typische Dokumente der Gegenwart für künftige Generationen aufbewahrt, eingemauert. Der Betonstein auf dem zukünftigen Zoll-Gelände enthält unter anderem einen Zoll-Stock.