Großprojekt erfolgreich beendet: In Waldmünchner Heimkehrerstraße hat sich viel getan

Von Johannes Lesser · 24. September 2025 um 19:00

Eines der größten aktuellen Bauprojekte Waldmünchens ist erfolgreich fertiggestellt. Ein halbes Jahr nach Baubeginn sind die zwei Kanalstränge an und unter der Heimkehrerstraße fertiggestellt. Abseits davon waren es eher kleinere Vorhaben, mit denen sich der Waldmünchener Bauausschuss am Dienstagabend beschäftigte.

Unter der Leitung des 2. Bürgermeisters Martin Frank (CSU) ging es für die Ausschussmitglieder gleich zu Beginn der Sitzung in die Heimkehrerstraße, wo das Ergebnis der Arbeiten der letzten Monate sichtbar wurde. Frank übergab das Wort an Martin Fischer und Felix Ellmann vom Ingenieurbüro Riedl. Losgegangen ist es bereits am 17. März, so Fischer. Am 16. September waren die Arbeiten schließlich komplett abgeschlossen – auf den Tag genau ein halbes Jahr nach dem Beginn.

Kanalsystem erneuert

Aber was genau ist in der gerade einmal etwa 250 Meter langen Straße am Ölberg passiert, die im Vergleich zu anderen Baumaßnahmen im ersten Moment nicht zu den großen Verkehrsknotenpunkten der Stadt zählt?

Ein Kernelement der Arbeiten war die Erneuerung des veralteten Kanalsystems. Das Problem: Im Baugebiet aus der direkten Nachkriegszeit hatten viele Häuser einen privaten Kanal, der teilweise auch über andere Grundstücke verlief, erklärte der Leiter des Bauamts, Rainer Röhrl, bereits im Juli. Dieser Umstand habe immer wieder zu größeren Problemen geführt, beschrieb Bürgermeister Markus Ackermann damals.

Ende Juli war ein großer Teil der Arbeiten bereits geschafft. - Foto: Martin Hladik/Archiv

Um dem entgegenzusteuern, wurden bei den Arbeiten 400 Meter Hauptkanal neu gebaut – dazu kommen Anschlussleitungen an die Häuser mit einer Gesamtlänge von 280 Metern. Warum der Kanal deutlich länger ist als die eigentliche Straße? Das hat mit der Hanglage des Gebiets zu tun. Für die Grundstücke nördlich und „oberhalb“ der Straße gibt es einen Kanal, für die Grundstücke südlich einen zweiten. Der eine verläuft unter der Straße, der andere einige Meter hangabwärts. Zum ursprünglichen Auftrag kam noch der zur Schaffung einer zusätzlichen Parkfläche am Straßenrand dazu. Martin Frank lobte das „sehr gute Miteinander“ zwischen den Anwohnern und den Bautrupps.

Kosten für Asphaltierung

Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich Fischer zufolge auf rund 1,5 Millionen Euro. Die wiederum gliedern sich auf auf jeweils circa 200 000 Euro für die beiden Kanäle und weitere 200 000 Euro für die Erneuerung der Wasserleitung innerhalb der Straße. Weitere rund 600 000 Euro fallen für den Straßenbau an – dazu zählen etwa Erd- und Entwässerungsarbeiten an der Fahrbahn, sowie Pflaster- und Asphaltarbeiten. Der verbleibende Kostenbetrag fällt unter anderem für die Verwertung des überschüssigen Aushubmaterials, die Entsorgung des teerhaltigen Oberbaus oder den notwendigen Grunderwerb an.

Statt Baggern rollen jetzt künftig wieder Autos und Fahrräder durch die Heimkehrerstraße. Für die Stadt Waldmünchen und die Stadtwerke gehört ein großes Projekt der Vergangenheit an.

Weitere Anträge im Bauausschuss

Beratung: Nach der Besichtigung wurde über weitere Anträge beraten. Darunter für den Neubau eines Einfamilienhauses am Spielberg, den Umbau eines Wohnhauses in der Schmiedstraße, den Neubau eines Terassendaches am Fischbühl und Anträge für die bestehenden Übergangs-Funktürme in Sinzendorf und Geigant. Außerdem beriet der Ausschuss über einen Antrag zur Umnutzung eines bestehenden Lagergebäudes in einen Pferdestall und den Neubau eines Rinderstalls in Höll. Am Perlsee gab es dazu einen Antrag zur Erweiterung einer Garage.

Das Ergebnis: Alle Anträge wurden einstimmig genehmigt.