Altes Tor in Pentling: Bürgerbegehren für Erhalt ist nicht zulässig

Gemeinderat stimmt mehrheitlich dagegen – die nötige Zahl an Unterschriften liegt zwar vor, doch weder formelle noch materielle Voraussetzungen sind erfüllt. Die Gemeinde hat einen Anwalt eingeschaltet.
Das Bürgerbegehren zum Erhalt des Alten Tores in Pentling ist nicht zulässig. Das entschied der Gemeinderat mit 16:4 Stimmen in seiner Sitzung. Das Gremium stellte mehrheitlich fest, dass für das Bürgerbegehren zwar die erforderliche Menge an Unterschriften vorlag, es aber weder die formellen noch die materiellen Voraussetzungen erfüllte, um zugelassen zu werden. Wie Bürgermeisterin Barbara Wilhelm erklärte, war die Sachlage zuvor von einem Rechtsanwalt geprüft worden.
Eingangs hatte Gottfried Gruber sein Rederecht genutzt: „Der Pentlinger Ortskern ist nach Aufgabe des Alten Tores tot. Ich bin aber gegen die Aufstellung eines Bebauungsplanes in der Mitte“, ließ er das Gremium wissen. Ein weiterer Bürger hätte sich mehr Vorab-Information gewünscht und bat für die Zukunft um mehr Dialog mit den Bürgern.
22 Wohnungen entstehen
Auch beim nächsten Punkt auf der Tagesordnung stand das Areal, auf dem einst die Gaststätte Altes Tor stand, im Mittelpunkt. Es ging um den Bauantrag des Grundstückkäufers, der darauf 22 Wohnungen mit Tiefgarage errichten möchte. Mit 15 Ja- und fünf Neinstimmen wurde das Bauvorhaben genehmigt. Weitere Bauvorhaben, wie ein Wohnhaus mit sechs Wohneinheiten am Alten Stadtweg 13, der Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in Hohengebraching sowie der Antrag auf Errichtung einer Stützwand in Niedergebraching, wurden alle einstimmig beschlossen.
Ein ganz anderes Anliegen hatte der TSV Großberg. Mit der Anstellung eines Greenkeepers möchte man die Rasenpflege verbessern und bat die Gemeinde um einen finanziellen Zuschuss dafür. Da damit Arbeitszeit für die Mitarbeiter des Bauhofs eingespart würde, war der Gemeinderat einstimmig dafür.
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Kämmerer Markus Meier stellte das Ergebnis der Jahresrechnung vor. Der Stand der Rücklagen zum 1. 1. 2025 beträgt demnach knapp 9,5 Millionen Euro. Ein stolzer Betrag in Zeiten klammer Kassen und teilweise hoch verschuldeter Kommunen. „Knapp zehn Millionen Euro an Rücklagen hört sich natürlich sehr gut an, allerdings muss man berücksichtigen, dass die Rücklagen alle bereits verplant sind“, betonte der Kämmerer. Die größten Investitionen seien aktuell der Neubau des Bauhofs und des Feuerwehr-Gerätehauses in Großberg sowie die beiden Straßenbaumaßnahmen in Hölkering und Graßlfing. Aber es sei natürlich immer besser, die Investitionen aus Guthaben finanzieren zu können und keinen Schuldendienst bedienen zu müssen, erklärte Meier, der der Gemeinde bescheinigte, dass sie finanziell gut da stehe.
Fahrzeug für den Bauhof
Der Bauhof benötigt einen Ersatz für den in die Jahre gekommenen Werkstattwagen. Der VW-Bus mit Baujahr 2008 soll durch einen Mercedes-Sprinter-Kastenwagen mit Hochdach ersetzt werden. Der Vorschlag, ein Dieselfahrzeug zu nehmen, gefiel der Fraktion der Grünen nicht und Dr. Christian Hartl forderte die Verwaltung auf, alternativ auch die Anschaffung eines Elektro-Fahrzeugs zu prüfen. Das wurde in den Vorschlag aufgenommen und einstimmig beschlossen, Angebote für beide Varianten einzuholen.
Zur Verbesserung der Digitalfunkversorgung im Bereich Graßlfing und Umgebung ist der Neubau eines Funkmastens im Bereich Weinberg geplant, informierte Bürgermeisterin Wilhelm und wies darauf hin, dass funktionierende Netze für Feuerwehr, Rettungsdienste und die Polizei extrem wichtig seien.