Kommentar zu Windkraft-Entscheid in der Region Regensburg: Erfolg bemisst sich in Megawatt

Von Benedikt Baumgartner · 19. September 2025 um 17:00

Auf die Entscheidung des Planungsausschusses in der Region Regensburg direkt über 1,8 Prozent der Fläche als Windkraft-Vorranggebiete auszuweisen, folgte prompt harsche Kritik von Bürgerinitiativen und Politikern. MZ-Redakteur Benedikt Baumgartner hält den Beschluss dennoch für das richtige Zeichen.

Am Ende des Tages geht es nicht um Quadratmeter, sondern um Watt – besser gesagt um Megawatt. Ausgewiesene Vorranggebiete sorgen für eine geordnete Planung, bei der Energiewende bringen sie uns aber nicht voran. Und die ist sowohl im Kampf gegen den Klimawandel, als auch im Kampf gegen den wirtschaftlichen Abschwung in Deutschland dringend nötig.

Eile bei der Energiewende

Vor diesem Hintergrund ist es richtig, dass der Regionale Planungsverband gleich im ersten Schritt die vom Bund bis 2032 festgelegte Zielmarke von 1,8 Prozent der Fläche als Windkraft-Vorranggebiete ausweist. Dass Bürger lieber auf einen Wald als auf Windräder blicken, ist nachvollziehbar. Dass sich Bedenken aus der Bevölkerung aber in zwei, drei Jahren auflösen, ist illusorisch. Eine zurückhaltende Ausweisung hätte nur den Weg zur Planungssicherheit für Projektierer und Unternehmen, aber auch für Anwohner gebremst. Doch die Energiewende eilt.