9000 Besucher zieht es in Rötzer FreizeitWelle – Türen zum Bad trotzdem oft geschlossen

Auf einem großen Handtuch liegen, die Sonnenbrille auf der Nase, Kinderlachen und Wasserrauschen in den Ohren. In der rechten Hand ein Buch, in der linken ein Eis am Stiel. Der Geruch von Sonnencreme und Pommes liegt in der Luft. Die Sommermonate im Rötzer Freibad hätte für die Gäste so schön sein können, wenn ihnen nur das Wetter keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.
Blauer Himmel und Sonnenschein? Kaum vorhanden. Der Sommer hat sich 2025 ziemlich rar gemacht, und mit ihm auch die Öffnungstage in der FreizeitWelle. Und trotzdem zieht Heinrich Kestler, neben Thomas Baier ist er Bademeister im Rötzer Freibad, eine positive Bilanz.
Seit 1989 ist Bademeister Kestler mit an Bord
Knapp 9000 zahlende Gäste haben das Freibad in diesem Jahr laut Kestler besucht, der Tagesrekord liege bei 600. „Wir haben schon schlechtere Saisons gehabt“, sagt Heinrich Kestler, der laut eigener Aussage seit 1989 Bademeister in Rötz ist. Dazu sei anzumerken, dass Kinder unter sechs Jahren keinen Eintritt zahlen müssen und somit nicht erfasst werden – und die bilden laut Kestler „auch noch eine Masse.“

Wir haben schon schlechtere Saisons gehabt.
Heinrich Kestler, Bademeister
Auch wenn es insgesamt weniger Badegäste sind als im Vorjahr (12 270 Personen): „Mit den Besucherzahlen sind wir sehr zufrieden, aber mit dem Wetter nicht“, sagt der Bademeister, der weiß, dass seine Gäste unter anderem aus dem Raum Schwandorf, Neunburg, Oberviechtach und Waldmünchen kommen. Viele Besucher seien auch aus Cham. Vor allem bei Familien mit Kleinkindern sei die FreizeitWelle sehr beliebt, sagt Kestler. Grund: Im Rötzer Freibad sei es ruhiger, weniger überlaufen und familiär.

Nachdem die FreizeitWelle am 12. Juni ihre Pforten geöffnet hatte, sei das Wetter zunächst „extrem schön“ gewesen, so Kestler. Nach kurzer Zeit wurden knapp 4000 Besucher gezählt, der Tagesrekord lag bei mehr als 500. Doch dann sei das schlechte Wetter eingetreten.
Seit der Eröffnung des Freibads im Jahr 1996 gilt in Rötz die „Schlechtwetter-Regelung“: Die FreizeitWelle öffnet bei einer Außentemperatur von 23 Grad. Das hatte diesen Sommer zur Folge, dass die Einrichtung circa vier Wochen geschlossen blieb, so der Bademeister. Die Mitarbeiter des Freibads hätten diese Zeit genutzt, um beispielsweise Grünanlagen zu pflegen oder Überstunden abzubauen, die an den sonnigen Tagen bereits zusammengekommen seien.
Kestler lässt nicht unerwähnt, dass dank der neuen Photovoltaikanlage „in der Zeit fast keine Unkosten“ angefallen seien. Selbst die Schlechtwetter-Tage hätten die positive Bilanz zur PV-Anlage nicht getrübt.
Seit vergangenem Dienstag, 16. September, ist der Eingang zum Rötzer Freibad für Gäste endgültig für heuer zu. Die Mitarbeiter seien nun dabei, den Außenbereich winterfest zu machen. Volleyballfeld, Trampolin, Bänke und Co. werden abgebaut. Eisdruckpolster werden in die Schwimmbecken gelegt, um über den Winter Frostschäden zu vermeiden. Im März wird dann schon wieder die nächste Saison vorbereitet. Dann wird unter anderem das Wasser aus den Becken abgelassen, damit diese gereinigt werden können.
Wespenstiche und Schürfwunden
Für heuer steht fest: „Wenn’s Wetter nicht passt, kann man nichts machen. Wir müssen zufrieden sein“, sagt Bademeister Kestler. Zufrieden ist er nach eigener Aussage auch darüber, dass die Saison heuer unfallfrei verlief – bis auf Wespenstiche und Schürfwunden habe es keine größeren Zwischenfälle gegeben.
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Nun hat das Hallenbad wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet (Dienstag bis Freitag von 18 bis 21 Uhr), genauso wie die Sauna (Dienstag bis Donnerstag von 18 bis 21 Uhr sowie Freitag und Samstag von 18 bis 22 Uhr) und die Damensauna (Mittwoch von 18 bis 21 Uhr). An den Eintrittspreisen hat sich nichts geändert.