Verlängerung im Drei-Minuten-Takt: Mehr Flexibilität beim Parken in Schwandorf

Von Philipp Breu · 18. September 2025 um 05:00

50 Cent je angefangene halbe Stunde: Diese Parkgebührenregelung in Schwandorf sorgte bei einigen Bürgern für Frust. Das soll sich künftig ändern. Der Hauptausschuss machte am Dienstag den Weg frei für eine neue Verordnung, die mehr Flexibilität bringen soll.

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Jeder, der schon Mal sein Auto auf einer gebührenpflichtigen Parkfläche in Schwandorf abgestellt hat, kennt das Problem. Will man länger als eine halbe Stunde parken, muss man ein weiteres 50 Cent-Stück in den Automaten werfen. Doch nicht jeder hat dieses im Geldbeutel und andere Centstücke helfen nicht weiter.

So sei es in der Vergangenheit immer wieder zu unschönen Verwarnungen gekommen, weil Bürger die Parkzeit etwas überzogen hatten, nachdem ihnen die passende Münze gefehlt hatte. Beschwerden bei der Stadt waren die Folge.

Umrüstung würde etwa 800 Euro kosten

Und die Verwaltung will darauf nun reagieren. Um die Parkzeiten etwas flexibler zu gestalten, sollen die Parkscheinautomaten technisch umgerüstet werden. So soll es möglich werden, die Parkzeit in Drei-Minuten-Schritten zu verlängern.

Der Vorschlag der Verwaltung: Zunächst wäre wieder eine 50-Cent-Münze als Mindestparkgebühr nötig, mit der man eine halbe Stunde parken darf. Anschließend könne die Parkzeit aber mit je fünf Cent um drei Minuten verlängert werden. Das bedeutet in der Praxis: Für 55 Cent kann man sein Auto 33 Minuten abstellen, für 60 Cent 36 Minuten, und so weiter. So helfen künftig also auch kleinere Centmünzen im Geldbeutel weiter.

„Diese Maßnahme steigert die Flexibilität für die Bürger und entspricht den modernen Anforderungen an einen nutzerfreundlichen Parkservice“, heißt es in der Beschlussvorlage wörtlich. Die Verwaltung schlug deshalb vor, die Umrüstung der Parkscheinautomaten im Stadtgebiet Schwandorf vorzunehmen. Eine solche würde insgesamt etwa 800 Euro kosten.

Neue Gebührenordnung soll am 1. November in Kraft treten

Elektroautos können indes bis zum Erreichen der jeweiligen Höchstparkdauer, die auch auf den Parkscheinautomaten und Parkuhren aufgeführt sind, weiter kostenlos abgestellt werden. Voraussetzung sei, dass eine Parkscheibe gut sichtbar auf dem Armaturenbrett liegt.

Die neue Gebührenordnung soll am 1. November in Kraft treten, heißt es in der Beschlussvorlage weiter. Die Mitglieder des Hauptausschusses hatten größtenteils keine Einwände. Lediglich die AfD stimmte dagegen. Eine Erklärung dafür gab es allerdings nicht. Somit ist der Weg für die neue Parkgebührenordnung geebnet. Das letzte Wort hat wieder der Stadtrat.