Änderung in Landshuter Straße sorgt für Beschwerde: Behindertenparkplatz verschwunden

Noch bis vor kurzem war alles beim Alten, jetzt gibt es Beschwerden: Der Parkplatz für Menschen mit Behinderung vor der Landshuter Straße 4 in Regensburg wurde gestrichen und ist jetzt kostenpflichtig. Bei einem regelmäßigen Benutzer sorgt das für Unmut. Was steckt dahinter?
Menschen mit Behinderung, die einen sogenannten Parkausweis für Personen mit Behinderung in der Europäischen Union besitzen, können auf solchen Parkplätzen parken. Allen anderen Bürgern ist das nicht gestattet. Für Menschen mit Behinderung sind solche Parkplätze eine wichtige Hilfe im Alltag, weil das Auto oft essenziell ist, um mobil zu bleiben. „Ich bin ehrenamtlich tätig und unterstütze Menschen, die Hilfe brauchen. Ich habe diesen Parkplatz mindestens einmal in der Woche benutzt“, berichtet Thomas Dinger, der auf das Thema aufmerksam machte. Laut Dinger muss nun ein gutes Stück weiter entfernt geparkt werden, was unter Umständen längere Fußwege zu etwa Arztpraxen bedeutet. Gerade in der Regensburger Altstadt brauche es genügend dieser Parkplätze, um Menschen mit Behinderung möglichst viel Teilhabe zu ermöglichen.
Behindertenparkplatz gestrichen: Das sagt die Stadt Regensburg
Warum wurde jetzt dennoch ein Parkplatz für Menschen mit Behinderung gestrichen? „Eine Belegung des Parkplatzes, wie sie bei anderen Behindertenstellplätzen beobachtet werden kann, konnte hier über einen langen Zeitraum nicht festgestellt werden“, begründet die Stadt Regensburg die Entscheidung. Die Beschilderung werde dauerhaft entfernt und für einen neuen Parkplatz für Menschen mit Behinderung müsse es zunächst einen „begründeten Bedarf“ geben. Es seien in der Nähe ausreichend viele Behindertenparkplätze vorhanden. Laut Dinger sind diese aber entweder stets belegt, behindertenunfreundlich oder nicht gut ausgeschildert.