Der verregnete Sommer brachte mehr Gäste in das AQACUR

Von Stefan Weber · 13. September 2025 um 05:00

Auch wenn die Saison im AQACUR offiziell erst mit Beginn der Herbst-Revision am 22. September endet, kann Geschäftsführer Karl-Heinz Lummer schon jetzt eine Bilanz über die Sommermonate Juni bis August ziehen. Die fällt erstaunlich gut aus, und das hat auch seine Gründe.

Während etliche Freibäder in der Region mit Blick auf den doch eher durchwachsenen Sommer in diesem Jahr keine steigenden Besucherzahlen zu vermelden haben, gibt es aus dem AQACUR eine positive Nachricht, obwohl auch hier weniger Besucher als im Vorjahr an die Kasse gekommen sind.

Zahl der Besucher gesteigert

Im Vorjahr seien in den Sommer-Monaten rund 21 900 Besucher nach Bad Kötzting gekommen, die ihr Ticket ausschließlich für den Freibad-Besuch gelöst hätten; Dieses Jahr seien es mit 19 300 Gästen etwas weniger gewesen – Damit würde das AQACUR den Trend anderer Freibäder bestätigen, wenn es da nicht doch noch etwas mehr zu bieten hätte als eine Liegewiese. Denn während reine Freibäder Regentage oder kühlere Temperaturen voll zu spüren bekommen, „ist schlechtes Wetter gut für unser Bad“, sagt Lummer. Dank des angeschlossenen Hallenbades kämen die Gäste auch – oder sogar besonders – bei schlechtem Wetter in die Bade- und Saunawelt, und davon sogar mehr als im Vorjahr.

Mit 48 000 Gästen, die in den vergangenen drei Monaten insgesamt in Sport- und Hallenbad, Freibad und Sauna gekommen seien, sei eine Steigerung von rund 3000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, was einem Plus von gut 6,5 Prozent entspricht, und – noch bemerkenswerter.

Die Steigerung sei auch ein gutes Zeichen dafür, dass die wochenlangen Arbeiten vor dem Bad, bei denen ein Großteil des Parkplatzes überdacht und mit einer Photovoltaik-Anlage versehen wurde (siehe Info), bei den Gästen zu keinen größeren Irritationen geführt habe. Kleinere Anmerkungen seien natürlich nicht ausgeblieben, doch habe es insgesamt betrachtet wenig Probleme durch die Großbaustelle gegeben, sagt Lummer.

Investition in neue Kasse

Wenn das Bad nach der Revision am 27. September wieder öffnet, dann werden keine größeren Maßnahmen mehr anstehen – bis auf die Tatsache, dass nach 20 Jahren das komplette Kassen-System samt Hard- und Software sowie der Drehkreuze für rund 175 000 Euro erneuert werden müsse.

Eine notwendige Maßnahme, die aber „Zug um Zug“ und soweit möglich während der Revision umgesetzt werden solle, um den laufenden Betrieb nicht zu behindern, sagt der Geschäftsführer. Müsste das ganze System auf einmal umgestellt werden, dann würde das Gut zehn Schließtage für die Bade- und Saunawelt bedeuten, und das sei weder im Sinn des AQACUR noch seiner Gäste.

Bald Geht die PV-Anlage ans Netz

■ Energie sparen: Seit über anderthalb Jahren baut die Bade- und Saunawelt schon an drei großen Photovoltaikanlagen, die das AQACUR unabhängiger von schwankenden Strompreisen machen soll.

■ Standorte: Dazu wurden bereits alle möglichen Dachflächen sowie ein Teil der Liegewiese belegt, ein großer Speicher gekauft und ein Transformator gebaut. Dieses Jahr ging es noch darum, einen großen Teil des Parkplatzes zu überdachen und mit einer PV-Anlage zu versehen.

■ Inbetriebnahme: Endes dieses Monats sollte die gesamte Anlage mit einer Maximalleistung von einem Megawatt so weit sein, um ans Netz gehen zu können, sagt AQACUR-Geschäftsführer Karl-Heinz Lummer. Aktuell seien es aufgrund von verschiedener Vorgaben aber gerade einmal 80 kW. (wf)