Der besondere Besucher auf der Gartenschau Furth im Wald: Dr. Marcel Huber

Es geschieht am 2. August 2018. Und es ist ein unscheinbarer Satz, der für die Stadt Furth im Wald im Landkreis Cham Vieles, wenn nicht Alles ändern wird: „Aufgrund Ihres überzeugenden Konzeptes erhalten Sie den Zuschlag ...“ Geschrieben hat das der damalige bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber. Am Freitag kam er auf die Landesgartenschau und überzeugte sich von der Umsetzung.
Huber ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Besucher, obwohl der Bürgermeister hofft, dass es noch an diesem Wochenende 300 000 werden. Denn Huber war jahrelang im Umweltministerium und kann gut beurteilen und vergleichen, was ihm da in Furth an diesem Tag gezeigt wird.
Lesen Sie dazu auch: Landesgartenschau Furth im Wald: Schaulaufen der Politiker oder echter Nutzen?
„Punkt für Punkt umgesetzt“
Und keiner der geladenen Polit-Prominenten hat sich so gefreut, wie der ehemalige Umweltminister. Denn die Pressesprecherin der Gartenschau hat etwas getan, was anderen in Bayern nicht gelungen ist: Heidi Wolf hat sich erinnert. Nicht nur an das Schreiben, das der Stadt Furth im Wald die Gartenschau sicherte, sondern eben auch an den Umweltminister, der aufgrund eines Schicksalsschlages plötzlich politisch Abschied nahm. Er wollte seiner Frau in den letzten Monaten ihrer schweren Krankheit beistehen.

Über den amtierenden Umweltminister Thorsten Glauber kam der Kontakt zustande und Huber bedankt sich überschwänglich: „Es freut mich riesig, dass ich heute Gelegenheit bekomme, das beeindruckende Konzept von damals mit der Realität von heute abzugleichen.“ Während und nach dem Gang durch die Gartenschau ist er beeindruckt, obwohl es zwei Mal von oben richtig nass reingeht: „Alles, was in der Planung steht, ist Punkt für Punkt umgesetzt!“
Nachhaltigkeit ist das Zauberwort
Auf dem Übergang zur Lorenz-Zierl-Straße ist ein guter Punkt, um so etwas zu belegen. Dort trifft alles aufeinander, was eine bayerische Gartenschau ausmacht, sagt Huber. „Das ist nämlich viel mehr als eine Schau mit Blumen und Grün ...“ Zwei Gebäude am Straßenrand sind über das Fassadenprogramm saniert, das Städtebauprogramm hat für das Ambiente und eine neue Straße gesorgt, der Wasserbau für eine freigelegte Pastritz. Und dann sind da noch neues Grün und Kunst. „Das ist es. Das macht die bayerische Variante aus“, sagt Huber.
Nachhaltig muss es sein und einen Mehrwert muss es schaffen, das Konzept. „Sonst hätten Sie die Gartenschau nicht bekommen“, sagt der ehemalige Umweltminister zu Bürgermeister Sandro Bauer, während der stolz die umgebaute Hofer-Insel zeigt. „Es ist so vieles, was da für immer bleibt“, erklärt Bauer und erinnert sich an den Moment, als erstmals der neue Wasserlauf befüllt und die einstige Staustufe Geschichte wurde. „Da kannst du deinen Enkeln noch erzählen, dass du dabei warst“, habe der zuständige Bauunternehmer Kolbeck zu seinem Sohn gesagt, erzählt Bauer.
Neue Brücken, neue Wege
Und der besondere Besucher bleibt bis zum letzten Moment begeistert. Gemeinsam mit Pressesprecherin Heidi Wolf und dem städtischen Verbindungsmann zur Gartenschau, Josef Beer, präsentiert Bauer zwölf neue Brücken, neue Wege, neue Verbindungen und neue Sichtachsen, die durch die Gartenschau entstanden sind. Und immer wieder auch neues Grün und offenes, erlebbares Wasser in der Stadt. „Beeindruckend“, sagt Huber. „1 mit Stern!“
