Präsentation in Regensburg: Das sind die Farben und das Logo der Conti-Abspaltung Aumovio

Continental spaltet seine Autotechniksparte ab. Während der Name des dadurch entstehenden Zuliefers bereits seit Monaten bekannt ist, lagen viele Details rund um die Marke noch im Dunkeln. Nun wurde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Regensburg das Design vorgestellt.
Die Schlange ist lang: Für die Beschäftigten im Regensburger Continental-Werk ist am Dienstagvormittag nicht nur Arbeit angesagt. Zwei Eiswagen versorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – trotz Regenwetter – mit einer kühlen Erfrischung. Schokolade sucht man aber vergeblich: Stattdessen gibt es nur Sorten in Rot- und Orange-Tönen – passend zu den neuen Unternehmensfarben, mit denen sich die etwa 4000 Angestellten des Standorts an diesem Tag vertraut machen sollen.

Denn von Continental ist am Werk bereits kaum noch etwas zu sehen. Am 18. September geht die Autotechniksparte des Konzerns aus Hannover als eigenständiges Unternehmen an die Börse. Bereits seit längerem ist bekannt, wie der neue Zulieferer heißen soll: Aumovio. Den Beschäftigten am Regensburger Standort und am Hauptsitz in Frankfurt wurde am Dienstag nun das Markendesign dazu präsentiert. Die schon im Frühjahr vorgestellte Hauptfarbe Orange bekommt ein sattes Lila als Akzentfarbe an die Seite gestellt. Zum Schriftzug gesellt sich außerdem ein passendes Logo: ein stilisiertes, abstraktes A.
Aumovio-Tassen für die Mitarbeiter in Regensburg
Für die Bezeichnung Continental ist in Regensburg damit seit wenigen Tagen kein Platz mehr. Die großen Schriftzüge an den Fassaden wurden bereits abmontiert und in zwei von drei Fällen schon durch den neuen Namen ersetzt. Auch die Parkplatz-Beschilderungen hat das Unternehmen ausgetauscht. Zudem wehen am Dienstagvormittag Aumovio-Fahnen statt Continental-Flaggen am Firmengelände im Regensburger Osten.

Lediglich an der Kleidung einzelner Beschäftigter in den Eis-Schlangen blitzt noch ein altes Logo hervor – auf Dienstausweisen oder Polo-Shirts. Aber auch das soll bald Geschichte sein. Bereits im Rahmen des Aktionstags am Dienstag gab es für die Beschäftigten unter anderem ein Notizbuch, einen Kugelschreiber und eine Tasse mit dem neuen Namen Aumovio. Jede und jeder Angestellte konnte sich außerdem eine Willkommenstasche abholen.
Bornemann: „Regensburg steht für Technologie, Kompetenz und Qualität“
Die Reaktionen der Mitarbeiter auf die neue Marke seien sehr positiv, sagt die Regensburger Standortleiterin Alexandra Bornemann im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern. Natürlich seien einige in den vergangenen Wochen und Monaten auch verunsichert gewesen. Viele hätten sich gefragt, was sich für den Standort durch das neue Unternehmen verändert, sagt Bornemann. Die Werkleiterin gibt aber Entwarnung: „Regensburg steht für Technologie, Kompetenz und Qualität. Und das wird auch weiterhin so bleiben.“

Eingeladen zum Marken-Aktionstag hatte die Standortchefin auch die Regensburger Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Gegenüber der Mediengruppe Bayern sagt die SPD-Politikerin, sie sei froh, dass Aumovio auch nach der Abspaltung von Continental den Standort als wichtig erachte. Tatsächlich bekommt das Oberpfälzer Werk sogar den Hauptsitz einer der vier Sparten des neuen Zulieferers. Das Geschäftsfeld „Architecture and Network Solutions“, also die Entwicklung von Elektronikarchitekturen für moderne Fahrzeuge, wird von Regensburg aus geleitet.
Produkte des Regensburger Werks bleiben gleich
Die Produkte, die das Werk künftig herstellt, sind die gleichen, die dort auch schon zu Continental-Zeiten gefertigt wurden. Dazu gehören unter anderem Airbag-Sensoren, Hochleistungsrechner oder digitale Autoschlüssel. Dass sich daran durch die Abspaltung zumindest vorerst nichts ändert, sorgt offenbar auch in der Belegschaft für Erleichterung. Jana Lässlerová, die einen der beiden Teilbereiche der Produktion im Werk leitet und am Dienstag den Beschäftigten die neue Marke anhand von Schautafeln vorstellt, sagt, dass sie eine ihrer Mitarbeiterinnen gefragt habe, ob sie sich Sorgen mache. Diese antwortete Lässlerová zufolge: „Wir haben für Siemens produziert, wir haben für Conti produziert und jetzt produzieren wir eben für das neue Unternehmen. Unsere Produkte werden doch gebraucht.“
