Taxiunternehmen aus Burglengenfeld schenkte dem Kinderpalliativteam Ostbayern ein gebrauchtes Fahrzeug

Die Firma 1234 Taxi und Omnibusunternehmen GmbH mit Geschäftsführer Christoph Riedl spendete ein gebrauchtes Spezialfahrzeug für den Behindertentransport an das Kinderpalliativteam Ostbayern.
Am vergangenen Freitag fand die Übergabe des Fahrzeugs statt. Oberärztin Sonja Gromer und die pflegerische Leiterin Jana Fickel nahmen es am frühen Vormittag auf dem Betriebsgelände der Firma entgegen.
Manchmal bedarf es ungewöhnlicher Maßnahmen, um seine Ziele zu erreichen. Diesen Weg ist auch das Kinderpalliativteam Ostbayern mit Sitz im Klinikum St. Marien Amberg gegangen, als sie vor zwei Monaten eine Email an das 1234 Taxi und Omnibusunternehmen mit folgendem Inhalt schickte: „Wir suchen für einen von uns mitbetreuten Patienten ein rollstuhlgerechtes Auto, um ihm und seiner Familie wieder mehr Teilhabe zu ermöglichen.“ Im Falle, dass das Unternehmen zufällig ein solches Fahrzeug abstoßen würde, sei man an einem Kauf interessiert. Obwohl derartige Spezialfahrzeuge im gebrauchten Zustand nur sehr selten auf dem Markt verfügbar sind, hatte das Kinderpalliativteam mit seiner Anfrage tatsächlich Erfolg.
Geschäftsführer Christoph Riedl von der Firma 1234 Taxi und Omnibusunternehmen hat nämlich tatsächlich den Verkauf eines solchen Autos für den Behindertentransport ins Auge gefasst, nachdem er erst zwei neue Fahrzeuge für diesen Zweck angeschafft hatte. In Absprache mit seinem Vorgänger Oliver Ehrenreich habe er spontan die Entscheidung getroffen, das Altfahrzeug, ein acht Jahre alter VW Caddy mit einer Fahrleistung von 300.000 Kilometern, für diesen guten Zweck zu spenden.
Das Fahrzeug ist speziell für den Behindertentransport umgebaut und ausgestattet worden, um gehandicapte Fahrgäste mit Rollstuhl transportieren zu können.
Vor der Übergabe an das Kinderpalliativteam sei das Auto nochmal auf Vordermann gebracht worden. Unter anderem seien die Sicherheitsgurte für die Befestigung von Rollstühlen erneuert worden. Zudem seien neue Gasdruckstoßdämpfer für die Rampe und ein neues Radlager eingebaut worden. „Wir haben uns beim Lesen der E-Mail sofort angesprochen gefühlt“, wie Christoph Riedl bei der Fahrzeugübergabe sagte.
Das Kinderpalliativteam betreut schwerkranke Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien im häuslichen Umfeld. Dazu gehören unter anderem bedarfsorientierte Hausbesuche, Erstellen eines Notfallplanes in Krisensituationen, pflegerische Beratung, Schmerztherapie, die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Diensten, psychologische Unterstützung oder auch Hilfe bei der Erfüllung von Herzenswünschen. Ziel ist es, durch regelmäßigen Kontakt mit den Betroffenen die Versorgung ihres Kindes zu ergänzen.