Nach Feuer am Erlebnisbauernhof bei Nittenau: Brandfahnder haben erste Erkenntnisse

Nach dem Großbrand auf einem Erlebnisbauernhof in Harthöfl bei Nittenau (Landkreis Schwandorf) läuft fieberhaft die Suche nach der Ursache. Am Freitag machten sich Brandfahnder der Kriminalpolizei ein Bild von dem ausgebrannten Stall des Bio-Betriebs. Darin waren mehr Tiere ums Leben gekommen, als zunächst angenommen wurde.
Wie berichtet, hatten der Stall und ein Nebengebäude in der Donnerstagnacht lichterloh gebrannt. Der Feuerschein war zeitweise kilometerweit zu sehen. Den mehr als 300 Kräften der Feuerwehr war es dank eines Kraftakts aber gelungen, die restlichen Gebäude auf der großen Hofstelle vor den Flammen zu schützen. Vier Personen wurden leicht verletzt, darunter ein Feuerwehrmann. Er zog sich bei den Löscharbeiten Verbrennungen zu.
30 bis 40 Mast- und Zuchtschweine verendeten durch das Feuer
Während Schafe, Pferde, Ziegen und Geflügel von dem betroffenen Landwirt, seiner Familie und Anwohnern gerettet werden konnten, ist ein Teil der mehr als 250 Schweine verendet. Inzwischen gibt es dazu auch eine Zahl. Es sind wohl 30 bis 40 Mast- und Zuchtschweine, die den Brand nicht überlebt haben, teilte die Polizei auf MZ-Anfrage mit.
Die geretteten Tiere befänden sich weiter alle auf der betroffenen Hofstelle. Für sie seien beispielsweise Pferdeboxen vorübergehend zum Schweinestall umfunktioniert worden, brachte ein Beamter in Erfahrung.
Polizei schließt Brandstiftung als Ursache aktuell aus
Die Ursache für das verheerende Feuer ist weiter unklar. Auch eine erste Begehung des Brandorts von speziell ausgebildeten Brandfahndern der Kriminalpolizei Amberg brachte noch nicht das gewünschte Ergebnis. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen könne aber eine Brandstiftung ausgeschlossen werden, hieß es vonseiten der Polizei.
Ein technischer Defekt, ausgelöst durch ein Elektrogerät, sei aktuell am wahrscheinlichsten. Das ist aber nur eine Vermutung. Weitere Ermittlungen sind nötig. Diese könnten sich wegen der Zerstörung des betroffenen Gebäudes schwierig gestalten.