Neue Impulse für Neumarkts Partnerschaft mit Mistelbach: Vereine besser vernetzen

Von Lothar Röhrl · 27. August 2025 um 11:40

Die Städtepartnerschaft zwischen Neumarkt und Mistelbach an der Zaya in Niederösterreich ist in eine neue Phase getreten. Und zwar auf Mistelbacher Seite: Denn dort gibt es mit Margit Bader eine neue Referentin für die Partnerschaft mit Neumarkt. Bader hat die Nachfolge von Dora Polke angetreten.

Polke war von März 2008 bis März 2025 Partnerschaftsreferentin. In dieser Funktion war sie auch für die Durchführung von vier Jubiläen der Städtepartnerschaft mit zuständig: des 25-Jährigen, des 30-Jährigen, des 35-Jährigen und des 40-Jährigen. 2019 hatte sie die Goldene Stadtmedaille Neumarkts verliehen bekommen. Unser Medienorgan hat sich mit der neuen Partnerschaftsreferentin Margit Bader unterhalten.

Frau Bader, stellen Sie sich doch bitte den Neumarkter Lesern einmal vor.

Ich bin Gemeinderätin Margit Bader, verheiratet, habe eine erwachsene Tochter, bin Standesbeamtin und wohne in Lanzendorf, Mistelbach.

Seit wann sind Sie Referentin von Mistelbach für die Partnerschaft mit Neumarkt?

Im Gemeinderat bin ich seit 2020 und seit März 2025 Partnerschaftsreferentin für Neumarkt.

Sie kennen Neumarkt aber schon länger?

Ja, seit ich denken kann. Die beste Freundin meiner Mutter hat die Liebe vor über 60 Jahren nach Loderbach verschlagen. Deshalb komme ich schon seit meiner Kindheit regelmäßig nach Neumarkt.

Diese Partnerschaft gibt es seit dem 14. Mai 1983, also seit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden. Wie steht es um diese Verbindung ihrer Meinung nach jetzt, 42 Jahre später?

Ja, ich denke sehr gut. Denn wie schaut es in einer Ehe nach 42 Jahren aus: Es gibt Höhen und Tiefen; aber Gott sei Dank immer einzelne Personen, denen viel daran liegt, dass es weiter geht. Die Politik kann nur die Weichen stellen. Leben müssen es die Menschen und das funktioniert – denke ich – sehr gut

Es gibt offizielle Kontakte, wie sieht es mit den privaten aus? Passiert es auch, dass Sie Anfragen nach Hilfe bei Übernachtungen oder Urlaub bekommen? Noch dazu, weil Wien von Mistelbach nur eine Bahn-Stunde mit der Linie S2 entfernt ist?

So lange bin ich ja noch nicht in diesem Amt. Aber ja, ich hatte schon einige Anfragen von Privatpersonen, aber auch einigen Gruppen, die gerne kommen würden.

Mistelbach hat das Nitsch-Museum – das wissen manche in Neumarkt. Mistelbach hat vor allem den Wein. Was würden sie Neumarktern, die Mistelbach noch nicht kennen, zudem empfehlen?

Einfach einmal zu kommen und sich ein Bild von uns und unserer Gegend machen. Es gibt einiges Interessantes: Zum Beispiel einen Weingarten oder Keller, um zu schauen, wo und wie unser guter Wein wächst und was es braucht, bis er in der Flasche nach Neumarkt kommt.

Auf Neumarkter Seite ist Lissy Walter Ihr Pendant. Haben Sie beide sich schon auf gemeinsame Ziele verabredet?

Ja. Es ist uns sehr wichtig, dass die nächste Generation diese Partnerschaft/Freundschaft genauso gerne und gut pflegt, wie wir das machen.

Was wollen Sie unternehmen, um alte Verbindungen zu intensivieren und neue zu knüpfen?

Nachdem Lissy und ich uns ja auch durch die Stadtkapelle Mistelbach und die Blaskapelle Pölling schon seit Jahrzehnten kennen, versuchen wir, Vereine zu vernetzen. Unsere Jugendfeuerwehr war gerade eine Woche in Neumarkt; die Neumarkter wiederum war voriges Jahr in Mistelbach. Die Blaskapellen machen das hervorragend vor. Da ist die nächste Generation schon sehr gut verknüpft. Es ist oft nicht einfach, aber wir versuchen es immer wieder, weil es uns wichtig ist, denn der gegenseitige Austausch ist nicht nur bei Bier und Wein eine gute Kombination.