Entscheidung für Kläranlage Nittenau ist gefallen: Diese Firma erledigt die Teilsanierung

Von Agnes Feuerer · 27. August 2025 um 11:00

Nachdem in der Verbandssitzung des Abwasserzweckverbands Sulzbachtal Anfang August die Entscheidung zur Teilsanierung der Verbandskläranlage in Nittenau vertagt wurde, fand am vergangenen Montag eine weitere Verbandssitzung statt. Dabei ging es vor allem um die Vergabe von Leistungen bei der Teilsanierung der Zweckverbandskläranlage.

Bei der letzten Verbandsversammlung waren sich einige Mitglieder des Gremiums nicht so recht im klaren, ob sie die Arbeiten nach dem VGV-Verfahren vergeben müssen. Deshalb wurde dieser Tagesordnungspunkt zurückgestellt.

Ein Rückblick: Fünf Ingenieurbüros hätten sich auf den Auftrag beworben, jedoch konnten nur vier zu einer Präsentation am 2. Juli eingeladen werden, denn ein Bewerber hatte unvollständige Unterlagen eingereicht. Die Vorstellung fand vor einem Auswahlgremium statt, das mit Vertretern aller beteiligten Kommunen besetzt war.

Im Gremium regte sich Widerstand

Die Bewertung erfolgte nach dem sogenannten VGV-Verfahren, bei dem Angebote anhand eines Punktesystems gewertet werden. Laut Auswertung hätte der Auftrag im Wert von rund 875 000 Euro an das Münchner Ingenieurbüro Dünser.Aigner.Kollegen IPG GmbH gehen sollen; so sah es auch die Beschlussvorlage vor.

Doch im Gremium regte sich Widerstand. Mehrfach wurde betont, dass das Regensburger Büro BIBI Ingenieure GmbH ein deutlich günstigeres Angebot eingereicht habe, rund 125 000 Euro unter dem der Münchner Kollegen. Zudem lag es in der Bewertung mit 465 Punkten nur knapp hinter dem Erstplatzierten, der 467,6 Punkte erreichte.

In der Zwischenzeit hatte sich der Zweckverbandsvorsitzende Bürgermeister Benjamin Boml (FW) aus Nittenau informiert und teilte den Verbandsmitgliedern mit, dass man ganz von vorne beginnen müsste, wenn man das bereits abgeschlossene VGV-Verfahren ignoriere. Außerdem müsse man rechtliche Konsequenzen befürchten.

Ein VGV-Verfahren dient zur Umsetzung europäischer Richtlinien. Er hoffe, dass der Auftrag zur Teilsanierung der Verbandskläranlage nun schnell abgehandelt werden könne und so lautete der Beschlussvorschlag, dass man die Grundleistungen für die Teilsanierung an die Dünser.Aigner.Kollegen GmbH, auf Basis des stufenweisen Vertrags beauftragt werden.

Mit der Auftragserteilung ist zunächst die Stufe 1 beauftragt mit einer vorläufigen Honorarsumme von 874 769,55 Euro. Dies wurde einstimmig von den Verbandsmitgliedern bestätigt.