„Una notte bianca“ in Schmidmühlen: Italienische Nacht an der Lauterach war ein Erfolg

Von Josef Popp · 25. August 2025 um 19:00

Es war eine Premiere, die sich sehen lassen konnte: Zum ersten Mal verwandelte sich Schmidmühlen in ein kleines Stück Italien. Unter dem Motto „Una notte Bianca – Musica, Sprizz, Pizza, vino e amore sotto le stelle“ lud der Kulturverein zur ersten Italienischen Nacht ein – und viele Besucher ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen.

Bereits beim Ankommen spürte man das besondere Flair. Zwar rauschte nicht die Adria im Hintergrund, sondern die Lauterach, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Der idyllische Ort am Wasser bot die perfekte Kulisse, um ein wenig dolce vita mitten in der Oberpfalz zu genießen.

Fotomotive gab es zuhauf: Katharina Lautenschlager, Initiatorin der Italienischen Nacht und Michael Fischer. - Foto: Josef Popp

Italienische Lebensfreude

Weiß, elegant, stilvoll oder einfach nur lässig – so lautete der Dresscode. Und tatsächlich hatten sich viele Gäste passend gekleidet, wodurch schon rein optisch ein Hauch von italienischer Lebensfreude über Schmidmühlen wehte.Die Idee für dieses besondere Fest hatte Katharina Lautenschlager, die gemeinsam mit dem Team des Kulturvereins keine Mühen scheute um zwei Kulturen zu verbinden: Oberpfälzer Lebensart und italienische Lebensweise – auf den ersten Blick zwei Gegensätze, doch an diesem Abend passte es zusammen.

Während die einen in geselliger Runde bei einem Glas Rotwein lachten, ließen sich andere vom Rhythmus der Musik mitreißen. Und selbst als es später etwas frischer wurde, blieb die Stimmung heiter – ganz im Sinne italienischer Lässigkeit, die besagt: Hauptsache, man genießt den Moment.

Musikalisch sorgte die Band Raggazzoti für das passende Lebensgefühl. Mitreißende Rhythmen, gefühlvolle Balladen und natürlich jede Menge Klassiker der italienischen Musikgeschichte ließen die Herzen der Gäste höher schlagen. Ob Eros Ramazzotti – Dove c’è musica, Gianna Nannini – I maschi oder Adriano Celentano – Il ragazzo della via Gluck: Schon nach den ersten Takten war klar, dass hier nicht nur zugehört, sondern auch getanzt werden sollte.

Es dauerte nicht lange, bis der Funke übersprang. Jung und Alt schwenkten das Tanzbein, sangen mit und ließen sich von der italienischen Lebensfreude tragen. Natürlich durfte auch die Hymne vieler Fußballsommer nicht fehlen: Un’ estate Italiana, im Original von Gianna Nannini und Edoardo Bennato, wurde zum Höhepunkt des Abends.

Spätestens jetzt fühlte man sich tatsächlich wie in einer lauen Nacht irgendwo zwischen Toskana und Adriaküste. Auch kulinarisch war für alles gesorgt.

So gab es knusprige Pizzen frisch aus dem Ofen, dazu italienische Klassiker wie Rot- und Weißwein oder erfrischende Cocktails – das Angebot traf den Geschmack der Gäste. Viele nutzten die Gelegenheit, an Stehtischen miteinander ins Gespräch zu kommen, während sie bei einem Glas Sprizz den Abend genossen. Genau diese Mischung aus Geselligkeit, Musik und Genuss machte die besondere Atmosphäre der Italienischen Nacht aus.

Einen Platz gefunden

Ohne der Arbeit des Schmidmühlener Kulturvereins und der zahlreichen Helfer wäre dieser Abend nicht möglich gewesen. Von der Dekoration über die Organisation der Getränke und Speisen bis hin zur Auswahl der Musik – an alles war zu Denken.

Am Ende stand fest: Die erste Italienische Nacht in Schmidmühlen war ein Erfolg. Sie brachte neues Leben an einen historischen Ort, vereinte Oberpfälzer Gemütlichkeit mit italienischem Lebensgefühl und schenkte den Besuchern einige unvergessliche Stunden unter freiem Himmel.

Vielleicht war es der Anfang einer neuen Tradition – denn eins ist sicher: La dolce vita hat in Schmidmühlen einen Platz gefunden.

Ein Traditionsreicher Ort

• Leerstand: Mit viel Liebe zum Detail wurde das ehemalige Hugerschreiner-Anwesen hergerichtet, das über Jahrzehnte hinweg leer gestanden hatte.

• So geht es weiter: Künftig wird er als „Yoga-Stadel“ genutzt werden – die Italienische Nacht war also quasi der Auftakt zu einer Wiederbelebung des traditionsreichen Anwesens.