Nach Beisetzung von Africa Luz Gründer Dieter Dausch: Spendengeld statt Blumenkränze

Am Dienstag, 3. Juni, verstarb mit Professor Dr. Dieter Dausch eine weit über Hirschaus Stadtgrenzen hinaus bekannte und hoch geschätzte Persönlichkeit.
Der international renommierte Augenarzt genoss hohes Ansehen für sein beispielgebendes humanitäres Engagement. 1998 gründete er die Hilfsorganisation Africa Luz Deutschland. Deren Vorsitzender blieb er bis zu seinem Tod.
Hunderte von mittelosen, an grauem Star erkrankten oder erblindeten Menschen, die er kostenlos operierte verdanken ihm ihr Augenlicht – insbesondere in Nepal. Anlässlich seiner Beisetzung baten seine Witwe Dr. Burglinde Dausch und die beiden Töchter anstelle von Kranz- und Blumenspenden um eine Zuwendung für sein Herzensprojekt Africa Luz Deutschland.
Diese Bitte stieß auf große Resonanz, denn es kam eine Summe von 4230 Euro zusammen. Dieser Tage überreichte Dr. Burglinde Dausch den entsprechenden Spendenscheck an Bürgermeister Hermann Falk, den stellvertretenden Vorsitzenden von Africa Luz, und 2. Bürgermeisterin Bärbel Birner, die ehrenamtliche Geschäftsführerin der Organisation. Bürgermeister Falk dankte mit herzlichen Worten für diese Unterstützung für Africa Luz. Die Summe werde direkt den Menschen vor Ort in Nepal zugutekommen.
Das Lebenswerk weiterführen
Die Spende sei sehr gut angelegt und trage das Lebenswerk von Dausch weiter. Bärbel Birner werde im Oktober nach Nepal reisen, um die Spendensumme persönlich umzusetzen. Er selbst werde selbstverständlich bis zu den notwendigen Neuwahlen als 2. Vorsitzender die Vorstandsgeschäfte von Africa Luz weiterführen.
Bärbel Birner, die seit dem Gründungstag ehrenamtlich als Geschäftsführerin tätig ist, verband ihre Dankesworte mit einer Würdigung des Lebenswerks von Professor Dausch, das „in Amberg, in Deutschland, in Afrika, in Korea und in Nepal seine Spuren hinterlassen hat“.
Sie sei dankbar, dass sie Dausch bei unzähligen Eingriffen und Aktionen unterstützen durfte. Am 8. Oktober werde sie zusammen mit ihrem Mann für drei Wochen nach Nepal fliegen, dort unter anderem auch in Sauraha-Bajauli im Chitwan-Nationalpark das „Kinderhaus Professor Dausch“ besuchen. Die Spende wolle man für die Anschaffung eines Autorefraktometers, den Kauf von OP-Material und Lebensmittel für bedürftige Einwohner verwenden. Africa Luz sei das Lebenswerk von Professor Dausch und ihre Lebensaufgabe. „Ich werde diese in seinem Sinne erfüllen, solange es geht.“