Bayerns Bauminister sieht die Städtebauförderung in Furth im Wald gut angelegt

Einen guten Eindruck, wohin die Mittel aus der Städtebauförderung im Rahmen der Landesgartenschau geflossen sind, bekam Bauminister Christian Bernreiter am Freitagvormittag im Rahmen einer Führung.
Den Job der Gästeführung haben LGS-Baukoordinator Josef Beer und Martin Richter-Liebald, Geschäftsführer der Bayerischen Landesgartenschau GmbH, übernommen.
Am Treffpunkt, dem neu gestalteten Platz vor der Drachenhöhle, sprach Richter-Liebald davon, dass Infrastrukturmaßnahmen in Furth eine großen Bühne bekommen haben. Beer wurde konkreter: Da, wo jetzt die Parkarena steht, stand vorher die Festhalle. „Ein Betonbunker, der die letzten zehn bis 15 Jahre nicht mehr genutzt worden ist.“ Auch das Umfeld wurde entsprechend neu gestaltet.
Etwas Besonderes geschieht
Als Landesgartenschau GmbH habe man immer das Bestreben, etwas für die Menschen vor Ort zu machen. „Hier ist etwas Besonderes passiert“, so Richter-Liebald. Was ihn besonders freut, ist der spürbare Stolz der Bürger, seit der Eröffnung im Mai. Wer unter dem Dach der Arena steht, der ist erst einmal beeindruckt. Da machte auch der Bauminister keine Ausnahme, der sich vom Further Baukoordinator die Dimensionen erläutern ließ. Auf 38 Meter Spannweite und 15 Meter Höhe wurden 168 Hexakone (Sechsecke) aus 1890 Einzelteilen miteinander verschraubt. Die Besonderheit dabei: Es wurden dank eines neu entwickelten Verfahrens der Technischen Hochschule Augsburg zwar 22 000 Schrauben aber keine Stahlverbindungen benötigt.
In diesem Zusammenhang betonte Richter-Liebald, dass Gartenschauen auch immer innovative Schübe auslösen können. So war die Parkarena in den Anfangsplanungen gar nicht enthalten. Ohne die Gartenschau hätte es sie auch nicht gegeben.

Bernreiter berichtete aus seinem Ministerium, dass in den 55 Jahren, seit es die Städtebauförderung gibt, insgesamt 7,9 Milliarden Euro geflossen sind. Viele würden glauben, der Löwenanteil des Geldes käme den Metropolen wie München, Nürnberg und Erlangen zugute. „Das ist nicht so, 75 Prozent davon gehen in den ländlichen raum“, so Bernreiter. Auch Beer hatte eine Zahl mitgebracht: In den letzten zehn Jahren hat Furth im Wald 15,8 Millionen Euro aus dem Fördertopf erhalten. Wie Bürgermeister Sandro Bauer später sagte, waren es allein rund neun Millionen, die für städtebauliche Maßnahmen im Zuge der Landesgartenschau nach Furth im Wald geflossen sind. Einige davon, wie die Lorenz-Zierl-Straße, das Späth-Areal, die Hoferinsel, das Himmelreich oder die Verbindung der Vor- mit der Altstadt über den Kirchplatz, bekam der Minister bei einem Rundgang zu sehen. Der sagte, er sei immer wieder begeistert, was durch die Städtebauförderung entsteht, deswegen wolle man die Förderung in Zukunft auch verdoppeln. Ein Vorhaben, das nicht nur Richter-Liebald begrüßte. Die Fördermittel der Landesgartenschauen seien gut, würden aber von der Städtebauförderung weit übertroffen. Der Minister sprach in diesem Zusammenhang von einem positiven Beispiel, dass Furth andere Städte gebe.
Ich bin überzeugt, dass die Gartenschau für Furth im Wald sein wird, was die Olympischen Spiele 1972 für München waren.
Martin Richter-Liebald
Der Mut hat sich gelohnt
Auf die Frage, was die Drachenstadt gegenüber anderen Kommunen, die Gartenschauen abgesagt haben, besser macht, meinte der Geschäftsführer der LGS Bayern GmbH: Bürgermeister und Stadtrat haben den Mut gehabt, dran zu bleiben und die Idee konsequent weitergeführt. „Ich bin überzeugt, dass die Gartenschau für Furth im Wald sein wird, was die Olympischen Spiele 1972 für München waren.“