Kommentar zu den Plänen des neuen Schwandorfer Festwirts: Keine Revolution in Sicht

In den vergangenen Jahren gab es viel Kritik am Schwandorfer Volksfest. Festwirt Gerhard Böckl hatte sich nach mehr als 35 Jahren heuer zurückgezogen – neuer Festwirt ist ab 2026 Bastian Schuhmann, der unter anderem Erfahrung als Festwirt beim Wiesenfest in Kemnath hat. MZ-Redakteur Jan Lange ruft in seinem Kommentar die Schwandorfer auf, dem Neuen eine Chance zu geben.
Auch wenn noch nicht viel zum Schwandorfer Volksfest 2026 feststeht, eines wird klar: Der neue Festwirt Bastian Schuhmann vollzieht keine „Revolution“. Es wird Änderungen geben, aber die werden nicht so tiefgreifend sein, wie sie sich einige Schwandorfer erhofft hatten.
Das fängt zum Beispiel beim Bier an. Manche dachten, dass mit der Änderung in der Ausschreibung eine andere Brauerei zum Zuge kommt. Dem ist nicht so. Das Bier wurde bisher und wird weiterhin von der Schlossbrauerei Naabeck geliefert. Auch am Preis für eine Maß ändert sich wenig – zumindest nicht nach unten.
Alles umsonst kann es nicht geben
Dass sich der neue Festwirt bewusst ist, dass Vereine sehr wichtig sind, ist gut. Der schönste Werbespot bringt nichts, wenn die Vereine das Fest ablehnen, weiß Schuhmann. Deshalb soll es einen Tag der Vereine mit Extra-Konditionen geben. Aber der Festwirt will mit dem Volksfest auch was verdienen – das muss den Schwandorfern klar sein. Alles umsonst kann es nicht geben.
Dass die Schwandorfer beim nächsten Volksfest alles kritiklos akzeptieren werden, damit ist kaum zu rechnen. Man sollte dem neuen Festwirt aber Zeit geben, das Fest attraktiver zu machen. Das kann schon 2026 gelingen, vielleicht aber auch erst 2027. Diese Geduld sollten die Schwandorfer aufbringen.
Dieser Kommentar bezieht sich auf folgenden Haupttext: Keine Ruhetage und regionales Bier – Schwandorfs neuer Festwirt über seine Volksfest-Pläne