Monte goes Cham: Youtube-Star Montana Black zeigt Millionen Fans sein WÜM-Kennzeichen

Von Tanja Fenzl · 23. August 2025 um 19:00

Montana Black goes Waldmünchen. Einer der bekanntesten deutschen Internet-Stars fährt seit Kurzem mit einem ganz besonderen Ford-Modell durch die Gegend. Und hat dabei ein Waldmünchner Kennzeichen (Landkreis Cham) auf seiner Platte.

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Wie das zustande gekommen ist, darüber haben wir mit dem Chef des Chamer Ford-Autohauses, der Karl-Stauner AG, Tobias Huber und seinem 13-jährigen Sohn gesprochen, die den berühmten Twitch- und Youtube-Star zur Übergabe getroffen haben – live, vor Millionen Fans.

Cham oder Cum? Und wo ist überhaupt Waldmünchen?

Der bekannte deutsche Streamer und Youtuber zeigt seit Wochen sein neuestes Auto in etlichen Videos auf sämtlichen Social-Media-Plattformen – stets mit Waldmünchner Kennzeichen. Fans von Montana Black fragen sich seither in den Kommentaren unter den Videofilmen, wofür WÜM steht – und ob man das im Video erwähnte Cham wie Cum schreibt. „Auch Montana Black selbst hat ziemlich Probleme mit unserem Dialekt gehabt“, erinnert sich Tobias Huber und lacht. Der Geschäftsführer und Vorstand der Ford Stauner AG in Cham hatte „Monte“ seinen Traumwagen besorgt und ihm zusammen mit seinem Sohn Luca gebracht.

Vor der Abfahrt: Vater und Sohn Huber brachten Montana Black sein neues spezielles Gefährt persönlich in den hohen Norden. - Foto: Kristin Huber

Der Traumwagen des bekennenden Autoliebhabers: ein Ford Raptor F150 mit V6-Motor, 456 PS stark, extra breit, extra hoch, 691 Nm Drehmoment Leistung. „Den gibt es eigentlich nicht bei uns in Deutschland, das ist das amerikanische Modell“, erklärt Huber. Als Partnerbetrieb konnte die Karl Stauner AG den „Monster-Pick-Up“ aber für den Internet-Promi besorgen.

Deal bahnte sich im April an

Der Deal bahnte sich schon im April an. Die drei besten Händler für Elektro-Fahrzeuge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden von den Ford-Werken Deutschland nach Amerika eingeladen. Die Karl Stauner AG landete auf Platz 1, und als Huber und seine Frau im Bus zum Flughafen sitzen, ergibt sich ein Gespräch mit dem Marketingchef von Ford in Deutschland über Premium-Kunden, Promis, VIPs und mehr. „Der F150 Raptor ist nur in speziellen Ländern verfügbar, Deutschland gehört eigentlich nicht dazu“, sagt Huber. Aber weil er den speziellen Wunsch von Montana Black für eine Kooperation mit Ford erfüllen kann, gibt er seine Zusage für die Kooperation, die zunächst über sechs Monate laufen soll.

„Eigentlich wollte Montana Black den Wagen auch in Cham abholen, aber weil ich krank wurde, mussten wir den Termin verschieben“, erzählt Huber weiter. Und so kommt es, dass er sich mit seinem Sohn am Dienstag, 5. August, zu Montana Black in den hohen Norden aufmacht – in einem Riesenwagen mit ungefähr, 5,90 Metern Länge, über 2,40 Metern Breite und knapp über zwei Metern Höhe. Nach acht Stunden Fahrt übernachten die beiden in Hamburg in einem Hotel, machen ein bisschen Sightseeing („ein Männer-Trip“), um am nächsten Tag pünktlich am vereinbarten Treffpunkt das Fahrzeug zu übergeben.

Eigentlich wollte Montana Black den Wagen auch in Cham abholen, aber weil ich krank wurde, mussten wir den Termin verschieben.

Tobias Huber, Chef des Chamer Ford-Autohauses, der Karl-Stauner AG

„Wir wussten, dass es dazu einen Livestream geben sollte, aber wir dachten, das wäre so wie üblich bei Interviews, dass man sich vorher trifft, Fragen abspricht, dass man in etwa weiß was auf einen zukommt, man sich abstimmen kann. Aber kurz vorher haben wir erfahren, dass Monte gleich von Anfang an sendet.“ Tobias Huber räumt ein, dass er dadurch schon etwas angespannter war, „man weiß ja nicht, was auf einen zukommt, das war insofern schon etwas ganz Besonderes“.

Millionen verfolgen im Live-Stream die Fahrzeug-Übergabe

Zumal über eine Million Fans den Livestream auf der Streaming-Plattform Twitch verfolgen und direkt in den Kommentaren eifrig ihre Meinungen hinterlassen. „Deshalb war ich schon ziemlich nervös“, gibt Luca Huber zu. Die Menge an Zuschauern kostet ihn Nerven, aber Montana Black beruhigt ihn: „Ich bin auch nur ein Mensch, wenn auch ein berühmter. Aber wenn uns jemand mit einem Messer sticht, bluten wir beide gleich.“ Der 37-Jährige Streamer nimmt gut zehn Minuten voller Begeisterung sein neues Fahrzeug in Augenschein, lässt sich von Huber die technischen Daten aufzählen, und erzählt freimütig, dass er sich den Wagen unter anderem deshalb gewünscht hatte, weil die etwas kleinere deutsche Version des Modells in der Kennenlernphase mit seiner Freundin Lea eine große Rolle gespielt habe. „Wir sind darin stundenlang herumgefahren und haben uns unterhalten“, verrät Monte vor laufender Kamera.

Montana Black unterhält sich mit Luca Huber bei der Autofahrt - Foto: Montana Black

Auch das Kennzeichen fällt ihm natürlich auf. „WÜM, wofür steht das?“, fragt er prompt nach, und Huber erwähnt Waldmünchen, seinen Heimatort Geigant – und Cham, wo der Sitz der Karl Stauner AG ist. Eigentlich sollte der Monte-Raptor auch ein CHA-Kennzeichen bekommen. Weil alle kurzen Nummern mit CHA-KS bereits vergeben waren und auf das Fahrzeug nur ein kurzes Schild montiert werden kann, „sind wir auf WÜM ausgewichen“, grinst Huber. „Jetzt bin ich quasi irgendwie auch ein bayerischer Staatsangehöriger“, lacht Montana Black

Dialekt kommt zur Sprache

Auch der Dialekt von Huber und Sohn fällt Monte auf – obwohl beide im Grunde recht gepflegt ins Hochdeutsche gewechselt haben. „Das ist ganz schön extrem, da tut man sich als Norddeutscher unglaublich schwer“, erklärt er, um gleich anschließend seine Liebe zur bayerischen Sprache zu bekunden.

Ein Erinnerungsfoto mit dem Youtuber - Foto: Tobias Huber

Anschließend bringt der Streamer die Hubers noch zu einem Taxistand, von wo aus die beiden zum Flughafen weiterfahren. Während der Fahrt quatscht er mit einem immer noch etwas nervösen Luca über das Wetter in Bayern („gerade beschissen“), die Ferien („haben in Bayern gerade begonnen“) und fragt ihn über seine Lieblings-Games aus („Fortnite und FIFA“). Weil Luca aber zurzeit lieber mit Freunden abhängt, als zu zocken, erzählt Monte freiweg von seiner eigenen Kindheit, „als man sich einfach noch so getroffen hat oder kurz auf dem Festnetz angerufen hat.“

Hubers treffen Montana Black bereits zum zweiten Mal

Übrigens hatten die Hubers Montana Black bereits einmal vor drei Jahren getroffen – in der Münchner Allianz Arena. „Der kam da zusammen mit Kai Pflaume in unsere Richtung“, erzählt Tobias Huber, der den Streamer damals noch nicht kannte. „Schau mal, da ist Kai Pflaume“, habe er seinen Sohn damals auf den Promi aufmerksam gemacht.

„Nein, das ist Montana Black“, habe Luca erwidert, der seinerseits Kai Pflaume nicht kannte. „So ging das eine Weile hin und her“, sagen beide und grinsen im Nachhinein, jeder sei sich seiner Sache sicher gewesen, bis sie gemerkt hätten, dass sie von zwei verschiedenen Personen sprechen. „Wir haben uns schon einmal getroffen“, erinnert Luca deshalb Monte auch bei der Fahrzeug-Übergabe. „Und, wer war cooler, Kai Pflaume oder Onkel Monte?“ – „Du natürlich“, spricht Luca vielen seiner Freunde aus der Seele. „Die haben das Video natürlich inzwischen alle gesehen und finden es ziemlich cool“, sagt Luca.

Inzwischen fährt Montana Black in vielen seiner Videos mit dem riesigen schwarzen Pick-up mit Waldmünchner Kennzeichen herum, zeigt sein neues Fahrzeug in der Garage, beim Tanken mit Monster-Rechnung (einmal voll für 230 Euro). Allein auf TikTok hat das Video mit dem Ford F150 Raptor über 1,9 Millionen Aufrufe.