„Bewegt uns sehr“: Regensburger Klinik reagiert geschockt auf Messer-Attacke

Von Philip Hell · 18. August 2025 um 17:57

Am Samstagabend wurde ein Patient (23) in einer Regensburger Klinik lebensgefährlich verletzt. Ein Mitpatient (33) hatte auf den jungen Mann eingestochen. Auf MZ-Anfrage äußerte sich nun das Krankenhaus zu dem schockierenden Vorfall.

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Die Messer-Attacke fand im Bezirksklinikum im Stadtsüden statt. Das Krankenhaus ist Teil der medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (Medbo). Auf MZ-Anfrage sagte Medbo-Sprecher Johannes Müller, dass sich der Vorfall im Stationsgarten zugetragen hat. Dieser sei nicht öffentlich zugänglich. Auf der zugehörigen Station werden laut Müller Patienten versorgt, die dort freiwillig behandelt werden. Zum Beispiel aufgrund einer Psychose, so der Medbo-Sprecher.

Angriff auf Patienten: Regensburger Klinik will Vorfall aufklären

Zu den konkreten Sicherheitsvorkehrungen äußerte sich Müller nicht. Die Gefahr, die Maßnahmen zu kompromittieren, sei schlichtweg zu groß. Müller betont allerdings, dass alle Mitarbeiter der Psychiatrie seit Jahren im Deeskalationsmanagement geschult werden. „Hier geht es natürlich viel um Kommunikationstechniken und Körpersprache – aber auch um Abwehr- und Fluchttechniken.“ Die Messer-Attacke am Samstag bewege die Medbo sehr, betont Sprecher Müller. „Dementsprechend nehmen wir diesen Vorfall sehr ernst.“ Es sei wichtig, dass dieser vollständig aufgeklärt werde. Zudem biete man allen Betroffenen die bestmögliche Unterstützung an.

Die genauen Hintergründe des Vorfalls liegen derzeit noch im Dunkeln. Wie eine Polizeisprecherin auf MZ-Anfrage sagte, wurde die Halsschlagader des 23-jährigen Irakers verletzt. Er schwebte zwischenzeitlich in akuter Lebensgefahr. Ein Pfleger schritt ein und bewegte den Tatverdächtigen dazu, das Messer abzulegen. Der 33-Jährige wurde wenige Minuten nach der Tat festgenommen. Er befindet sich inzwischen in einer geschlossenen Einrichtung.