SPD bringt Basketballfeld im Schwandorfer Stadtpark ins Gespräch

Der Schwandorfer Stadtpark könnte durch ein Basketball-Spielfeld weiter aufgewertet werden. Einen entsprechenden Antrag hat kürzlich die SPD-Fraktion im Schwandorfer Stadtrat an OB Andreas Feller (CSU) gestellt. Und der scheint durchaus aufgeschlossen.
Der Wunsch nach einem öffentlichen Spielfeld, wo junge Leute auf Korbjagd gehen können, ist nicht ganz neu. In schöner Regelmäßigkeit taucht er in der Vorschlagsliste für den Bürgerhaushalt auf. Zwar gibt es nicht nur an den weiterführenden Schulen, sondern auch im Erlebnisbad oder beim TSV Schwandorf Gelegenheit, dem schnellen Teamsport nicht in der Halle, sondern an der frischen Luft zu frönen. Doch in der Innenstadt ist bisher Fehlanzeige.
Spielfeld auf Bürgerfreifläche zu klein
Genau hier setzt der SPD-Antrag an, den Stadtrat Matthias Kuhn in Abstimmung mit dem Schwandorfer Jugendbeirat ausgearbeitet hat. Kuhn weiß, dass es auch auf der entstehenden Bürgerfreifläche auf dem Naab-Parkhaus künftig die Möglichkeit zum Basketballspielen geben soll. Doch nach seiner Einschätzung ist das geplante Spielfeld über den Dächern der Stadt zu klein und außerdem nicht immer zugänglich.
Die Idee für den neuen Standort kam SPD-Stadtrat Kuhn dann heuer im Frühjahr, „beim Spazierengehen mit der Familie“. Im Stadtpark lagen die Hackschnitzel von der winterlichen Eislaufbahn – und da liegen sie bis heute. Mit einer befestigten Basketball-Fläche, argumentiert Kuhn, könnte die Stadt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Der Untergrund für die Eislaufbahn müsste nicht immer eigens befestigt werden – und im Sommer gäbe es eine sinnvolle Nutzung für die Fläche.
„Natürlich ist das wieder eine gewisse Versiegelung, das sehen wir durchaus“, sagt Kuhn beim Ortstermin im Stadtpark. Für ihn wäre die Größenordnung von 28 mal 15 Metern allerdings städtebaulich vertretbar: „Wir haben schon ein Beachvolleyballfeld, im Stadtpark stehen Fußball-Tore, da wäre ein Basketballfeld eine gute Ergänzung.“
Mehrfache Nutzung denkbar
Das könnte dem SPD-Stadtrat zufolge auch multifunktional genutzt werden – für Veranstaltungen, Konzerte oder als Freilichtbühne. Das Spielfeld würde nicht nur dem Freizeitwert dienen, „sondern den Stadtpark als Veranstaltungsort zusätzlich aufwerten“.
OB Feller steht dem Vorschlag grundsätzlich positiv gegenüber. Die Stadt prüfe, ob eine befestigte Fläche für die Eislaufbahn realisierbar sei, denn Schäden und Aufwand für den Abbau seien enorm. Ein Basketballfeld als Zweitnutzen eines solchen festen Untergrunds hält der OB durchaus für denkbar. So steht es in einer E-Mail, die Kuhn inzwischen bekommen hat.
Bei den Sportlern rennt die SPD mit ihrem Vorstoß offene Türen ein. „Wir würden das begrüßen“, sagt Alwin Prainer, Abteilungsleiter bei den TSV-Basketballern. Nach seinen Worten kommen immer wieder Anfragen von Hobbyspielern. Denen müsse man sagen, dass es keinen adäquaten öffentlichen Platz in Schwandorf gebe, der flexibel und kostenlos genutzt werden könne.
Gisbert Gotz, der Manager der Schwandorf Tigers, sieht es genauso. „Natürlich wäre das etwas für uns. Ich finde die Idee gigantisch“, sagt er und verspricht sich bei einer Umsetzung Auftrieb für seine Truppe. Den Stadtpark findet er ideal, um dem inklusiven Basketball noch mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Gotz: „Inklusion heißt nicht, sich zu verstecken. Um wirklich wahrgenommen zu werden, muss man gesehen werden.“