In Ferienwohnung bei Teublitz eingemietet: Polizei nimmt illegale Prostituierte aus China hoch

Von Mittelbayerische Zeitung · 5. August 2025 um 18:04

Der Polizei ist am Dienstag erneut ein Schlag gegen illegale Prostitution gelungen. In einem Teublitzer Ortsteil (Landkreis Schwandorf) wurde eine 39-jährige Chinesin aufgegriffen, die dort verbotenerweise als Sexarbeiterin tätig war. In dem Appartement fanden die Ermittler dafür eindeutige Beweise.

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In einer Ferienwohnung in einer ruhigen Wohnsiedlung hatte sich die Frau eingemietet und dort ihre Freier empfangen. Auf einschlägigen Internetseiten hatte die Chinesin ihre Sexdienstleistungen angeboten. Aufgrund dieser Annoncen war die Polizei nach einem Hinweis auf die 39-Jährige aufmerksam geworden. Am Dienstagnachmittag erfolgte der Zugriff.

Die Prostituierte habe laut den Ermittlern keinen Widerstand geleistet. Die Verständigung sei jedoch schwer gewesen. Die Frau wurde dann auf die Polizeidienststelle mitgenommen, wo ihre Personalien überprüft wurden. Dazu sei laut Polizei auch ein Dolmetscher hinzugezogen worden. In der Ferienwohnung sicherten die Beamten Beweise, die die Tätigkeit als Prostituierte belegen sollen.

Prostitution ist in Bayern erst ab 30.000 Einwohnern erlaubt

Gegen die Chinesin wird nun wegen der Ausübung illegaler Prostitution und aufenthaltsrechtlicher Verstöße ermittelt, informierte der Burglengenfelder Polizeichef Franz Wenig. Denn im Landkreis Schwandorf ist Prostitution verboten. Bayern erlaubt käuflichen Sex nur in Städten mit mehr als 30.000 Einwohnern. Teublitz mit seinen knapp 8100 Einwohnern liegt deutlich darunter. Folglich dürfen im Stadtgebiet Sexdienstleistungen nicht angeboten werden.

Die weiteren Ermittlungen im Fall der 39-jährigen Chinesin hat die Kriminalpolizei Amberg übernommen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen hatte sich die Frau zuvor in Bayern noch nicht als Prostituierte betätigt, so Polizeichef Wenig. Die Nacht muss die 39-Jährige wohl in der Arrestzelle verbringen, so die Polizei am Dienstagnachmittag. Am Mittwoch wird in Absprache mit der Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen entschieden.

Anwohner hörten verdächtige Geräusche

In der ruhigen Wohngegend in dem Teublitzer Ortsteil sorgte der Zugriff der Polizei für erstaunte Blicke. Wie die MZ erfuhr, haben Anwohner bereits in der Vergangenheit verdächtige Geräusche gehört. Die Chinesin sei ihnen aber bisher nicht negativ aufgefallen.

Auch der Vermieter der Ferienwohnung zeigte sich überrascht, als er von dem Polizeieinsatz erfuhr. Die 39-Jährige sei am 27. Juli angereist und habe die Ferienwohnung bis zum 8. August angemietet. Er sei, so der Vermieter gegenüber der MZ, schon viele Jahre in dem Geschäft tätig. Mit so einem Fall sei er aber nun zum ersten Mal konfrontiert.

Der Fall bei Teublitz ist nicht der erste Schlag gegen illegale Prostitution im Landkreis Schwandorf. In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Sexarbeiterinnen aufgegriffen, die ihrem Gewerbe verbotenerweise nachgegangen waren. So gab es wiederholt Feststellungen in Schwandorf, weil dort unter anderem der Sperrbezirk nicht eingehalten wurde. Auch in Pfreimd und im Oberpfälzer Seenland war die Polizei zuletzt aktiv.