Kinderhaus in Bruck: Pläne für das 5,8 Millionen-Projekt schreiten voran

Um den Nachwuchs ging es kürzlich im öffentlichen Teil der Marktgemeinderatssitzung. Thematisiert wurden die neue Schulturnhalle und das Kinderhaus.
Präsentiert wurden zunächst Vorplanung und Kostenschätzung zum Bau der Schulturnhalle. Markus Weber vom Planungsbüro Schnabel hatte dazu Bilder im Gepäck. Er betonte, dass die Bilder eine Vorplanung zeigen würde, die jederzeit noch in geändert werden könne.
Die Halle werde ein flach geneigtes Satteldach bekommen und die Technikräume ein leicht geneigtes Flachdach. Entgegen der ersten Planung habe sich nur die Anordnung der Nebenräume ein bisschen geändert. Die Nebengebäude bleiben laut Weber eingeschossig, damit Licht in die Halle fallen kann.
Zwei Varianten vorgestellt
Die Bau- und Nebenkosten für die vorgestellte Vorplanung der Zweifachsporthalle belaufen sich laut Kostenschätzung auf etwa 9.000.000 Euro.
Weber stellte ebenfalls zwei Planungsvarianten für den Neubau eines viergruppigen Kinderhauses in der Rathausstraße vor. Heike Faltermeier (CSU) erklärte, dass sie im Vorfeld mit Judith Frankerl, der Kindergartenleitung des Kinderhauses Pfiffkus, gesprochen habe. Diese würde auf Grund der besseren Raumaufteilung die zweite Variante bevorzuge. Weber ging genauer auf die Pläne ein. Variante 1 sieht laut Weber einen zweigeschossiger Bau vor, der dem Kinderhaus Pfiffikus sehr ähnlich sei. Im Erdgeschoss sollen die Kinderkrippe und eine altersgemischte Gruppe untergebracht werden. Des weiteren befinde sich dort die Küche. Im Obergeschoss sei Platz für zwei Gruppen- einen Mehrzweck- und einen Aufenthaltsraum. Die Variante 2 ist laut Weber im Prinzip genauso aufgeteilt. Jedoch sei das Gebäude etwas länger, sodass mehr Abstand zum Haus Pfiffkus entsteht. Das Bestehende und das neue Kinderhaus soll durch einen breiten Weg verbunden werden. Dieser soll auch vom Bauhof befahren werden können. Die Variate 1 würde 6 Millionen Euro und die Variante 2 rund 5,8 Millionen Euro kosten, jeweils inklusive des Abbruchs des alten Kindergartens.
Joachim Hanisch warf ein, dass die Möglichkeit, die beiden Kinderhäuser mit einer normalen Straße zu verbinden, nicht vergeben werden solle. Hier merkte die Bürgermeisterin an, dass man die Kinder aber nicht unnötig in Gefahr bringen wolle.
Hanisch erklärte außerdem, dass die Gemeinde momentan große finanzielle Probleme habe und er daher den Antrag stellen wolle, den Bau des Kinderhauses um zwei Jahre zu verschieben. Eine andere Meinung dazu hatte nicht nur die Bürgermeisterin. Uschi Klein (Grüne) teilte dazu ihre Erfahrungen. Sie habe vor einigen Jahren im Kindergarten Theresia gearbeitet und wisse, dass dieses Gebäude in einem sehr schlechten Zustand sei. Der Neubau sei nicht verhandelbar, so ihre Position.
Schnelle Lösung notwendig
Auch Robert Feuerer (CSU) betonte, dass man den Zeitplan so knapp wie möglich fassen müsse. Es gehe hier um die Kinder und deren Zukunft.
Weber betonte, dass es außerdem wirtschaftlicher sei, die beiden geplanten Bauvorhaben parallel laufen zu lassen. Auch sei abzusehen, dass die Baupreise in den kommenden Jahren weiter steigen würden.
Letztendlich stellte Hanisch von Seiten der Freien Wähler den Antrag, den Bau des Kinderhauses um zwei Jahre zurückzustellen. Dies wurde von den Markträten mit 13:1 abgelehnt. Einstimmig wurde dann das Architekturbüro beauftragt, mit der weiteren Planung der Variante 2 fortzufahren.
Weitere Themen im Marktgemeinderat:
Änderungen: Abschließend mussten sich die Gemeinderäte mit der Änderung der Haushaltssatzung mit Vermögenshaushalt für das Haushaltsjahr 2025 sowie die Änderung des Finanzplans 2024 bis 2028 befassen.
Hintergrund: Notwendig geworden war dies, nachdem der Leiter der Kommunalaufsicht des Landratsamtes mitgeteilt hatte,, dass der vorgelegte Haushalt in dieser Form nicht genehmigt werden könne. Die Verwaltung hat mittlerweile nachgebessert, es wurde eine Kreditermächtigung in die Haushaltssatzung aufgenommen und der Finanzplan abgeändert. Dies wurde dann auch einstimmig genehmigt.