Authentische Abenteuer auf der Leinwand: Rodinger Weltenbummler Gangerl im Kino

Der Rodinger Aussteiger Wolfgang „Gangerl“ Clemens ist jetzt auf der großen Leinwand zu sehen: „Aus-gsting“ feierte vor kurzem beim Filmfest München seine umjubelte Premiere. Nun kommt der Film auch nach Cham.
Die authentische Dokumentation wird am 29. August auch eine „Premiere dahoam“ im Chamer Cineworld haben, wie Rainier Ramisch, Manager und Begleiter des Weltenbummlers, berichtet.
Wie fühlt es sich an, wirklich alles hinter sich zu lassen und in purer Freiheit zu leben? Um dieser Frage nachzugehen, überredet Julian Wittmann den waschechten Aussteiger und passionierten Abenteurer Wolfgang „Gangerl“ Clemens, ihn drei Monate auf dessen Segelboot mitzunehmen.
52 Tage gedreht
52 Drehtage lang war der 83-jährige Einzelgänger dann mit Filmemacher Wittmann und dessen Team am anderen Ende der Welt unterwegs. Dabei lief bei weitem nicht alles wie geplant und auch zwischenmenschlich gab es manchmal Probleme, wie Julian Wittmann am 25. Juli in der Sendung „Wir in Bayern“ im Bayerischen Fernsehen berichtet hat. Dadurch sei aber, anders als vorher geplant, kein teil-fiktionaler Film, sondern eine sehr authentische Dokumentation entstanden, in der es auch um die inneren Konflikte und Verletzungen sowie das Seelenleben des Rodinger Abenteurers geht. Gangerl ist mittlerweile seit 37 Jahren mit seiner Segeljacht „Bavaria II“ in der Welt unterwegs und berichtet über seine Erfahrungen auch in Vorträgen und Büchern.

Bei den Dreharbeiten habe sich mehr als genug ereignet, um auch ohne fiktiven Plot einen spannenden Film zu produzieren, erzählt Ramisch. Aufnahmen an gefährlichen Orten, Kontrollen der Polizei, Aufenthalte in Krankenhäusern, die mit den Standards bei uns nicht vergleichbar sind, und noch viel mehr gab es, dazu auch Probleme mit dem Boot. „In manchen Nächten habe ich wegen des Wetters gar nicht geschlafen“, berichtet Gangerl.
Viel Aufwand und Zeit investiert
Viel Aufwand und Zeit habe es auch gekostet, Ersatz für einen kaputten Propeller zu organisieren, über Rotterdam, Hamburg und Dubai fand dieser schließlich seinen Weg zu einem kleinen Flughafen auf Sulawesi, wo ihn Ramisch abholte. „Wir waren alle mit viel Idealismus dabei, sonst wäre es schwierig geworden, das Projekt durchzuziehen“, blickt er auf eine anstrengende, „aber auch schöne Zeit“ zurück.
Letztlich habe sich die Mühe aber gelohnt, wie sich bei der Weltpremiere von „Ausgsting“ in München gezeigt habe: Viel Applaus gab es für Gangerl und die Filmemacher, viele Kinobetreiber kündigten an, den Streifen in ihren Häusern zeigen zu wollen, auch, weil er etwas anderes und Abwechslung zum Mainstream sei.
Kino-Tour startet
Auch gab es sehr wohlwollende Kritiken, etwa im BR-Kulturmagazin Capriccio. Am Donnerstag, 28. August, kommt der Film deutschlandweit in die Kinos, zudem steht eine ausgiebige Kino-Tour an, mit Start am 7. August in Erding, der Heimat der Wittmann-Brüder Julian und Thomas, die den Film produziert haben. Und am 29. August wird es eine Premiere im Chamer Kino geben, zu der auch einige Ehrengäste erwartet werden.

Über den Film
Film der Wittmann-Brüder: „Ausgsting“ ist ein Film der Wittmann-Brüder Julian (Regie) und Thomas (Produktion), eine Produktion der Schau Hi Films, in Ko-Produktion mit nautilusfilm und MFF, in Zusammenarbeit mit Servus TV, Vantage Film, Pioneer Post und styx media.
Förderung: Der Film wurde gefördert mit Mitteln von Filmförderungsanstalt, Deutscher Filmförderfonds und FilmFernsehFonds Bayern.
Kinostart: Majestic Sunseitn wird „Ausgsting“ am 28. August in die Kinos bringen. Majestic Sunseitn ist das Label für bayerische Filme des Majestic Filmverleihs sowie soulkino.