Trotz steigender Arbeitslosenzahlen: Oberpfalz bleibt zweitstärkste Region in Bayern

Von Gerd Otto · 31. Juli 2025 um 17:00

Die Juli-Arbeitslosigkeit im Freistaat war heuer mit 312.024 Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von exakt vier Prozent so hoch wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Wie Dr. Markus Schmitz als Chef der bayerischen Arbeitsagenturen betonte, sei mit über 5,9 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern auch das „langjährige Beschäftigungswachstum fast zum Erliegen gekommen.“ Aktuell und eher vorübergehend, so die Vorsitzenden der Geschäftsführung der Arbeitsagenturen Regensburg und Schwandorf Fred Gaida und Siegfried Bäumler, sind aufgrund der für diesen Monat mit dem Ende der Ausbildung und des Schuljahres üblichen Fluktuation insbesondere Jugendliche betroffen.

Nur Schwaben schneidet besser ab

Im Bayern-Vergleich liegt die Oberpfalz mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent, hinter der sich 24.716 Arbeitslose verbergen, nach Schwaben (3,6 Prozent) auf Platz zwei und dies vor Niederbayern mit 28.805 Arbeitslosen oder einer Quote von 3,8 Prozent. Während in der Oberpfalz der Landkreis Neumarkt eine Quote von 2,7 Prozent aufweist und die Stadt Weiden nach einem Anstieg um 0,7 Prozentpunkten mit 6,4 Prozent den höchsten Wert meldet, stehen in Niederbayern drei Landkreise am besten da: Für Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen und Kelheim wurden gleichermaßen 3,2 Prozent ermittelt.

In der Region Straubing fällt dabei auf, dass neben dem Landkreis mit plus 0,5 Prozent vor allem die Stadt Straubing gegenüber dem Vorjahr stark zugelegt hat. Mit 1,2 Prozentpunkten auf 6,3 Prozent war dies im Juli der höchste Anstieg in ganz Bayern.

Arbeitslosenquote in Regensburg leicht gestiegen

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Kelheim stieg gegenüber 2024 um 0,2 auf 3,2 Prozent, während die Stadt Regensburg mit 4,9 Prozent und der Landkreis mit 3,1 Prozent jeweils um 0,5 Prozentpunkte schlechter dastehen als vor einem Jahr. Gegenüber der Juni-Statistik unverändert zeigt sich der Arbeitsmarkt im Landkreis Neumarkt, mit einer Quote von 2,7 Prozent. 2024 waren es zur gleichen Zeit 2,4 Prozent.

Als bester Wert im Bezirk Schwandorf wurde für den Kreis Cham eine Quote von 3,0 Prozent ermittelt, vor den Landkreisen Amberg-Sulzbach (3,5) und Schwandorf (3,6) sowie der Stadt Amberg mit 5,8 Prozent. Gegenüber 2024 stieg die Arbeitslosigkeit in Schwandorf und Cham am stärksten.