Für Hundebesitzer wird es in Schwandorf bald teurer: Stadtrat beschließt höhere Steuer

Von Jan Lange · 29. Juli 2025 um 19:00

Hunde gehören zu den liebsten Haustieren der Deutschen. Doch die Vierbeiner kosten ihre Halter einiges: Neben Ausgaben für Verpflegung und Tierarzt muss auch Hundesteuer an die jeweilige Kommune gezahlt werden. In Schwandorf steigt diese Abgabe ab 2026.

Bisher sind für jeden Hund 30 Euro im Jahr fällig. Der Betrag wird künftig auf 50 Euro erhöht. Das hat der Stadtrat am Montag mehrheitlich bei neun Gegenstimmen beschlossen.

Damit liegt die Große Kreisstadt künftig über dem Landkreisdurchschnitt, wie die Verwaltung Schwandorfs Stadträte informierte. Ebenfalls 50 Euro pro Hund müssen Halter beispielsweise in Teublitz, Burglengenfeld und Altendorf zahlen. Alle anderen Gemeinden im Landkreis Schwandorf liegen mit ihrer Steuer darunter. Weiding, Schwarzenfeld und Neukirchen-Balbini verlangen laut der Auflistung der Schwandorfer Kämmerei zum Beispiel nur 20 Euro im Jahr.

Schwandorfs Kämmerei begründete die Erhöhung der Hundesteuer mit den hohen Ausgaben der Großen Kreisstadt. Die Abgabe für Vierbeiner sei zuletzt Anfang 2016 erhöht worden. Durch die aktuelle Anpassung rechnet die Kämmerei mit Mehreinnahmen von circa 25 000 Euro. In Schwandorf sind derzeit 1363 steuerpflichtige Hunde angemeldet.

Mich stört, dass für Kampfhunde mit einem Negativzeugnis trotzdem der 15-fache Betrag bezahlt werden soll.

Alfred Damm, ÖDP-Stadtrat

Für Kampfhunde wie Pit-Bull oder Staffordshire Bullterrier gilt dabei ein anderer Steuersatz. Halter müssen für die als aggressive Kampfhunde eingestuften Rassen schon jetzt 600 Euro, also das 20-fache des normalen Steuersatzes, bezahlen. Künftig sind es 750 Euro im Jahr. Bisher gab es allerdings Ausnahmen: Konnten die Halter ein Negativzeugnis für ihren Vierbeiner vorlegen, mussten sie ebenfalls nur den normalen Steuersatz bezahlen.

ÖDP-Stadtrat Alfred Damm wollte, dass dies auch künftig so bleibt. Für seinen Antrag votierten aber nur zwölf Stadträte, 14 waren dagegen. Es bleibt demnach bei der von der Verwaltung vorgeschlagenen Formulierung: Alle vor dem Inkrafttreten der Satzung gemeldeten Kampfhunde mit Negativzeugnis genießen Bestandsschutz, für alle anderen wird ab 2026 der höhere Betrag fällig.

Mit 750 Euro für einen Kampfhund liegt Schwandorf im Kreisvergleich an der Spitze. Eine höhere Steuer verlangen nur Bodenwöhr und Maxhütte-Haidhof – allerdings erst für den zweiten Kampfhund.