Noch stehen Fahrgäste im Regen: Darum lässt sich Neumarkt mit neuen Bushäuschen Zeit

Im Dauerregen dieser Tage vermissen sie wieder viele Stadtbus-Nutzer: Bushäuschen an der Marktstraße in Neumarkt. Dass am Oberen Markt und am Rathaus Unterstellmöglichkeiten kommen, ist beschlossene Sache. Jetzt hat der Bausenat entschieden, dass das noch ein wenig länger dauern darf. Das hat aber einen guten Grund.
Es geht nämlich um viel Geld, das sich die Stadt sparen könnte, erklärte Lutz Worthmann vom Umweltamt. Wenn die Verwaltung die nötige Zeit bekommt, könne man Förderungen von knapp 10.000 Euro je Haltestelle beantragen.
Noch gebe es keine ganz exakte Kostenberechnung, betonte Worthmann. Je Modell rechne man aber mit 10.000 Euro. Für Einbauten wie Beleuchtung, Mülleimer und Bänke sei noch einmal von der gleichen Summe auszugehen. Also je 20.000 Euro pro Haltestelle.
Auf dem Dach der Wartehäuschen wachsen Pflanzen
Zum Einsatz kommen soll ein möglichst unscheinbares Modell aus einer schmalen Trägerkonstruktion, das rundum verglast ist. So sollen sich die Bauten möglichst unauffällig in die Umgebung der Altstadt einfügen. Der Clou: Das Dach wird begrünt und hilft, die Luft zu reinigen.
Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn bat die Senatsmitglieder noch um zwei, drei Monate mehr Geduld, um „die Förderung mitzunehmen“. Davon ließen sich am Ende alle Stadträte überzeugen und stimmten geschlossen zu.
An anderen Haltestellen ist schon etwas passiert
Abseits der Marktstraße gehe es an anderen Haltestellen bereits gut voran, zählte Worthmann auf. Erneuert wurden bereits die Unterstände bei Ottosau und Voggenthal. In Umsetzung beziehungsweise in Planung seien gerade Überdachungen an der Wolfsteinstraße, an der Obi-Kreuzung, am Johanneszentrum, an der Regensburger, Woffenbacher und Ingolstädter Straße.