Kommunalwahl 2026: Michael Schaller will auf Thomas Gesche folgen

Von Stefan Barte · 29. Juli 2025 um 05:00

Nun ist es amtlich. Michael Schaller wurde vom Ortsverband der CSU als Bürgermeisterkandidat für die Stadt Burglengenfeld am Sonntagnachmittag im „Gasthaus zu den 3 Kronen“ fast einstimmig als potentieller Nachfolger von Bürgermeister Thomas Gesche nominiert. Dieser verzichtete nach zwei Wahlperioden aus gesundheitlichen Gründen auf eine weitere Kandidatur.

Neben den wahlberechtigten CSU-Ortsgruppenmitgliedern fanden zudem viele interessierte Bürger und prominente Unterstützer den Weg in das Traditionsgasthaus vis-à-vis des Rathauses. Begrüßt wurden sie zunächst vom Ortsvorsitzenden Peter Singerer, der sogleich zum ersten prominenten Gast überleitete, denn das Grußwort übernahm Martina Englhardt-Kopf, Staatssekretärin beim Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

Die Weichen neu stellen

Sie beließ es in ihrer Ansprache nicht nur bei Allgemeinplätzen, sondern unterstrich den notwendigen starken Zusammenhalt, um bei den täglich neuen Herausforderungen unserer Zeit bestehen zu können. Mit einem Blick auf die großen überregionalen Themen, wie der Macht der Social Media-Plattformen, Migrationsproblematik oder auch den landwirtschaftlichen Herausforderungen, spannte sie den Bogen zur Kommunalpolitik, die vor Ort mit den Auswirkungen zu kämpfen habe und dafür entsprechend ausgestattet werden müsse. Dafür trete sie ein. Mit Schaller als Bürgermeisterkandidat werden die Weichen in diesem Sinne neu gestellt, meinte sie.

Beginnend mit einem Dank an Thomas Gesche für seine Verdienste in der Zeit als Bürgermeister, trat der zweite Redner, MdL Alexander Flierl, ans Rednerpult. Insbesondere die Herausforderungen im Finanzsektor wären ohne ihn und die CSU so nicht bewältigt worden, konstatierte er. Daher wäre es besonders wichtig, dass die Weichen in der zweitgrößten Stadt des Landkreises richtig gestellt werden müssten. Auch er sehe in Schaller die richtige Wahl. Er kenne die Kommunalgesetze, aber auch die Bürgernöte.

Landrat Thomas Ebeling unterstrich den guten Draht, den er zu Schaller habe und dass sie gemeinsam in den Wahlkampf gehen wollen. Er brenne für seine Stadt und bringe das entsprechende Know-how mit. Ebeling hoffe, dass sie nach dem 8. März weiter eng zusammen arbeiten können. Er als Landrat und Schaller als Bürgermeister.

Schlussendlich ergriff Gesche das Wort, schob das Rednerpult zur Seite und zeigte bei seinen Worten wahre Größe. Er machte keinen Hehl daraus, dass er gern noch einmal als Bürgermeisterkandidat angetreten wäre. Dies sei aber aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen auf Dauer schwierig. Er resümierte die Arbeit der vergangen zwölf Amtsjahre und seine erzielten Erfolge für die Stadt Burglengenfeld. Nun sei es aber an der Zeit, den Staffelstab weiterzugeben. Er bat darum, künftig Schaller zu unterstützen. Er wäre ein echter Lengfelder, der beste Kompetenzen mitbringe und auch menschlich eben so passe. Die bewegenden Worte führten zu einer innigen Umarmung mit seinem designierten Wunschnachfolger.

Meine Motivation, Bürgermeister zu werden ist recht einfach erklärt: Ich will nicht nur zuschauen, wie sich die Stadt verändert, ich will sie mitgestalten.

Michael Schaller, Bürgermeisterkandidat der CSU Burglengenfeld

Ohne Gegenkandidaten ergriff nun Schaller das Wort und hielt seine sehr persönliche Bewerbungsansprache. Sein Konzept musste er dabei kurzerhand über Bord werfen, da große Teile seiner Rede bereits von den Vorrednern zur Sprache kamen. Allerdings brachte ihn das nicht aus der Fassung und der 49-jährige gebürtige Burglengenfelder begründete seine Kandidatur ausführlich.

Er sei stolz darauf, ein echtes Dorfkind und ein Vereinsmeier zu sein. Er leitete daraus ab, schon als Kind gelernt zu haben, eng zusammen zu stehen und sich gegenseitig zu helfen, daher trete er auch besonders für das Ehrenamt ein. Ohne bereits ins Detail zu gehen, skizzierte er dennoch grob einige Gestaltungsideen, die er für Burglengenfeld habe.

Ideen für die Zukunft

Als Beispiel nannte er den Tourismusausbau mit dem Bulmare als Hintergrund, den Bau eines Abenteuerspielplatzes wie in Kallmünz, einer Kompensation des VAZ in Form eines Veranstaltungs- und Kulturzentrums, den Ausbau der Kindertagesstätten und vieles mehr. Das genaue Programm werde in einem weiteren Schritt erarbeitet und zeitgerecht veröffentlicht.

Die 45-minütige Rede endete mit „Standing Ovations“ des ganzen Saales. Mit 31 von 32 möglichen Stimmen erfolgte abschließend die Wahl von Michael Schaller zum Bürgermeisterkandidaten der CSU.