Büchelkühn ist Bayerns neues Moped-Mekka – 270 Maschinen rollten durch Schwandorf

Von Martin Kellermeier · 28. Juli 2025 um 17:00

Knatternde Motoren, der Geruch von feinstem Zwei-Takter-Öl in der Luft und viele begeisterte Zuschauer: So lässt sich die Erstauflage des Oberpfalzmopedmarathons zusammenfassen, mit der den Organisatoren des Moped-Clubs „Hells Bells“ Büchelkühn am Wochenende der große Wurf gelungen ist.

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Präsident Alexander Luber und sein Team zückten am Sonntagvormittag immer wieder nervös ihre Handys und schauten auf das Regenradar. Hält das Wetter für die Ausfahrt? Das war die spannende Frage, während sich der Reitplatz in Büchelkühn mit immer mehr Mofas, Mopeds, Rollern und Motorrädern füllte.

Mit etwa 250 Maschinen hatte Luber im Vorfeld gerechnet – sofern alles optimal läuft. Schlussendlich wurde seine Prognose übertroffen. 270 Zweiräder rollten bei der Ausfahrt am Sonntag durch das Schwandorfer Stadtgebiet. Entlang der etwa 25 Kilometer langen Strecke standen immer wieder applaudierende Zuschauer.

Nicht nur Zweiradmechanikermeister Peter Hartl war begeistert

Unter ihnen war auch Peter Hartl mit seiner Hündin Trixie. Der Zweiradmechanikermeister betreibt in der Großen Kreisstadt den gleichnamigen Zweirad Hof mit eigener Werkstatt. „Da geht mir das Herz auf, das ist meine Jugend“, sagte der 54-Jährige, als er vor der Ausfahrt die geparkten Maschinen inspizierte. „Die Mopeds kann man wenigstens noch reparieren. Und der Sound in den Ohren, einfach schön“, schwärmte Hartl. Schnell hatte er echte Raritäten entdeckt, zum Beispiel eine Kreidler Florett oder eine Zündapp ZD20. „Da hat jede Maschine noch ihr eigenes Gesicht“, sagte Hartl.

Pure Freiheitsgefühle erlebt man auf dem Moped-Sattel. - Foto: Benjamin Franz
Im Notfall muss die Hupe per Hand gedrückt werden. - Foto: Benjamin Franz
Hinauf nach Naabeck und dann weiter nach Gögglbach - Foto: Benjamin Franz
Nur glückliche Gesichter gab es. - Foto: Benjamin Franz
Mechanikermeister Peter Hartl war seelig. - Foto: Benjamin Franz

Besonderheiten gab es im Teilnehmerfeld viele. Die älteste Maschine hatte Johannes Schnellinger aus Irrenlohe dabei. Seine Wanderer SP1 stammt ist Baujahr 1939. Dafür wurde Schnellinger dann auch von Präsident Luber geehrt.

Aus Mittelfranken bis nach Schwandorf angereist

Und noch weitere Prämierungen konnte der Chef des Moped-Clubs vornehmen. Die Aischgründer Beese Buam aus Höchstadt an der Aisch wurden für die weiteste Anreise ausgezeichnet. Sie waren 147 Kilometer unterwegs, um in Büchelkühn dabei zu sein. Der Meistpreis ging an die Mountain Monkeys, die Mofackerz und die Moosbüff’l Oberpfalz.

Eine Maschine schöner als die andere: Nostalgie-Fans kamen auf ihre Kosten. - Foto: Benjamin Franz
Die Freundin nahm im Beiwagen Platz. - Foto: Benjamin Franz
Fellschuhe als Hingucker - Foto: Benjamin Franz
Er war mehr als zufrieden: Präsident Alexander Luber. - Foto: Benjamin Franz
Seine Wanderer SP1 ist Baujahr 1939. Johannes Schnellinger pflegt das Zweirad. - Foto: Benjamin Franz
Auf dieser Kutte ist nicht wirklich mehr Platz. - Foto: Benjamin Franz

Nach dem Erfolg könnte es für die Organisatoren schon bald an die Planungen für den nächsten Oberpfalzmopedmarathon gehen. Ziehen alle mit, dann könnte es 2026 eine längere Ausfahrt geben, die dann womöglich auch über die Landkreisgrenzen hinaus führt.