100 Prozent für Thomas Ebeling: CSU nominiert Amtsinhaber für nächste Landratswahl

Der CSU-Kreisverband Schwandorf will mit seinem amtierenden Landrat Thomas Ebeling auch bei der nächsten Wahl erfolgreich sein. Am Freitag wurden im Konrad-Max-Kunz-Saal in der Oberpfalzhalle dafür die Weichen gestellt. Ebeling wurde als Landratskandidat nominiert – mit einem eindeutigen Votum.
140 von 140 abgegebenen Stimmen erhielt Ebeling bei der Kreisdelegiertenversammlung. Besser hätte das Ergebnis nicht ausfallen können.
Zuvor hatten CSU-Kreisvorsitzender Alexander Flierl sowie seine Stellvertreterin und Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf (MdB) um eine starkes Votum geworben. Der Landkreis sei attraktiv und modern – und das trage Ebelings Handschrift, fand Flierl, der den amtierenden Landrat auch als Kandidaten vorgeschlagen hatte. Der 49-Jährige sei „immer ansprechbar“, „immer bei den Menschen“ und stelle die Heimat erfolgreich auf, so der CSU-Kreisvorsitzende.
Martina Englhardt-Kopf meinte: „Ich hoffe, dass wir mit einem starken Ergebnis in den Wahlkampf gehen können.“ Aus ihrer Sicht sei Ebeling ein „hervorragender Landrat“, was sich auch mit Daten und Fakten untermauern lasse. Der Landkreis habe solide Finanzen und könne auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung blicken, erklärte die Bundestagsabgeordnete, die selbst Mitglied im Kreistag ist. Nur mit einer „starken Persönlichkeit“ könne auch künftig „gute Politik“ gemacht werden, so Englhardt-Kopf weiter.
Hohe Investitionen in den vergangenen Jahren
Die guten Daten lieferte Ebeling dann in der Bilanz seiner bisherigen Amtszeit. So hätten die Einnahmen aus der Gewerbesteuer 2018 noch rund 78,4 Millionen Euro betragen, 2024 waren es gut 110 Millionen Euro, erklärte der Landrat. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten habe sich wiederum von 2018 bis 2024 von 63 400 auf 67 710 erhöht.
2019 habe der Landkreis Schwandorf laut Ebeling rund 16,7 Millionen Euro investiert, heuer sollen es mehr als 20,6 Millionen werden. Vor allem sei in den vergangenen Jahren in die Bildung investiert worden. Der 49-Jährige nannte beispielhaft das Berufliche Schulzentrum in Schwandorf, die Burglengenfelder Realschule und das Sonderpädagogische Förderzentrum in Nabburg.
Wir haben im Landkreis einiges richtig gemacht, was den Tourismus betrifft.Thomas Ebeling, Schwandorfs Landrat über die Steigerung der Übernachtungszahlen von unter 350.000 auf mehr als 400.000
Seit 2021 sei auch massiv der Breitbandausbau vorangetrieben worden, so der Landrat. In 18 Kommunen seien rund 2800 Anwesen und 51 Schulen angeschlossen worden. Dabei erfolgten Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 485 Kilometern. Die Kosten beliefen sich auf rund 41 Millionen Euro. „Bei Baubeginn wurden die Kosten noch auf 54 Millionen Euro geschätzt“, meinte Ebeling.
Landkreis hat massiv Schulden abgebaut
Im Tiefbau seien einige lang ersehnte Projekte umgesetzt worden. Als Beispiele nannte Ebeling den Kreisverkehr an der Oder-Kreuzung und den Radweg von Münchshofen nach Bubach, der inzwischen bis zur Einmündung der Kreisstraße SAD5 verlängert wurde.
Gleichzeitig habe der Landkreis unter seiner Amtsführung auch massiv Schulden abgebaut. Bei seinem Amtsantritt hatte der Landkreis laut Ebeling 37 Millionen Euro Schulden, 2019 waren es 21,3 Millionen Euro und im Vorjahr nur noch etwas mehr als zehn Millionen Euro.
Auch im Tourismus habe sich der Landkreis Schwandorf gut entwickelt: 2014 lagen die Übernachtungszahlen noch bei unter 350 000, im vergangenen Jahr bei mehr als 400 000, wie Ebeling an einer Grafik verdeutlichte. „Wir haben im Landkreis einiges richtig gemacht, was den Tourismus betrifft“, fand der 49-Jährige.
Wir gehen mit einem ganz klaren Votum in den Wahlkampf.Alexander Flierl, CSU-Kreisvorsitzender über das einstimmige Ergebnis für Thomas Ebeling
Angesichts dieser Zahlen konnten die CSU-Delegierten nur für den amtierenden Landrat stimmen. Von den 147 anwesenden und stimmberechtigten Mitgliedern hatten 140 ihr Kreuz auf dem Wahlschein gemacht – alle hatten dabei mit Ja votiert. „Wir gehen mit einem ganz klaren Votum in den Wahlkampf“, resümierte Flierl am Ende der Versammlung, die bereits nach knapp einer Stunde beendet werden konnte.
Ebeling ist seit 2014 Landrat des Landkreises Schwandorf. Der bei Maxhütte-Haidhof beheimatete Politiker konnte sich damals in einer Stichwahl mit rund 51 Prozent knapp gegen die SPD-Kandidatin Marianne Schieder durchsetzen. Vor sechs Jahren war Ebeling bei fünf Gegenkandidaten mit 69,4 Prozent wiedergewählt worden. Für die am 8. März 2026 anstehende Landratswahl ist neben Thomas Ebeling bisher nur ein Gegenkandidat offiziell nominiert worden: Klaus Schuhmacher von der AfD.