Trost in Zeiten tiefer Trauer: Regenbogenbrücke Tierbestattung kommt nach Furth im Wald

Von Alexander Frimberger · 26. Juli 2025 um 19:00

Haustierbesitzer wissen, der Tag wird kommen, trotzdem, stirbt ein geliebtes Familienmitglied, ist es ein Schock und die Trauer meist unendlich groß. Trost verschafft die Regenbogenbrücke Tierbestattung, die ab 1. September in Furth im Wald in der Marienstr. 10 a eine Niederlassung eröffnet. Betreut wird diese von Sabine Geißler.

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Haustiere, egal, ob Hunde, Katzen oder andere Lieblinge, sind für viele Menschen auch so etwas, wie ein Kinderersatz. Das sagt Alexandra Walter. Sie ist Geschäftsführerin des Unternehmens mit Sitz in Straubing. Gerade Hunde sind ja nicht nur beste Freunde und Seelentröster, oftmals haben sie als Therapie- oder Blindenhunde zeitlebens geholfen. „Da ist es für viele Menschen unvorstellbar, sie der Tierkörperverwertung zu überlassen. Das ist völlig ausgeschlossen“, so die Geschäftsführerin.

Urnen und Schmuckstücke

Sie weiß, dass auch viele Tierärzte gegen diese anonyme Vorgehensweise sind. Wer das nicht möchte, der hat die Möglichkeit, seinen Liebling einäschern zu lassen. Das geschieht in einem Krematorium in München. Der Haustierbesitzer hat die Gewissheit, dass es Einzelverbrennungen sind, man also nur die Asche seines Tieres bekommt.

Die meisten Herrchen und Frauchen haben so das Gefühl, dass der Körper noch etwas wert ist. „Es ist eine würdevolle Reise in den Tod“,, sagt Walter und ergänzt: „Die Menschen, die zu uns kommen, sind dankbar, dass es jemanden gibt, der das versteht.“ Danach gibt es viele Möglichkeiten, wie man die Erinnerung auf ganz persönliche Weise am Leben erhalten kann. So gibt es verschiedene Urnen, die man zuhause aufstellt. Auch Streuurnen werden gerne genommen.

Im Gegensatz zum Menschen, darf beispielsweise die Asche des Hundes an seinem Lieblingsplatz verstreut werden. Das ist der Dank für die lebenslange Treue des Vierbeiners.

Grete ist am 16. Januar 2024 mit 15 Jahren gegangen. - Foto: Susanne Frimberger

Um die Erinnerung wach und im Herzen zu halten, gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten. Vor der Einäscherung kann mit Modelliermasse noch ein Pfotenabdruck gemacht werden. Der Abdruck wird ebenso mit Tinte gemacht. „Dann kann man sich ein Tattoo stechen lassen“, so Walter.

Nasenabdrücke sind auch eine Möglichkeit. Daraus lassen sich Anhänger, Ohrringe und andere Schmuckstücke machen. Wer viel Geld ausgeben möchte, der lässt sich aus der Asche einen Diamanten anfertigen. Dabei wird die Asche mittels eines chemischen Verfahrens in rund einem halben Jahr zu dem wertvollen Stein.

Natürlich gibt es den würdevollen Abschied für Menschen, die keinen Garten haben, um ihr Tier unter Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen zu bestatten – bei größeren Hunde sollte beim Veterinäramt nachgefragt werden – nicht zum Nulltarif.

Ein paar hundert Euro muss man für seinen Hund oder die Katze schon rechnen. „Wir verlangen aber zum Beispiel keinen Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlag, weil wir die Kosten so gering wie möglich halten möchten“, erklärt die Geschäftsführerin.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Erinnerung an sein Haustier wach zu halten. - Foto: Alexandra Walter

Damit keine finanzielle Zusatzbelastung besteht, wenn man ohnehin trauert, gibt es seit kurzem die Möglichkeit, monatlich einen Betrag anzusparen. Dann müsse man entweder nur noch den Fehlbetrag ausgleichen oder bekommt zuviel bezahltes Geld natürlich auch wieder zurück.

Für Furth im Wald als Standort hat man sich wegen Sabine Geißler entschieden. Sie ist zweite Vorsitzende im Hundehilfsverein Plattnasenhilfe. „Wir haben sie mit ihren Hunden begleitet“, so Walter

Empathie ist wichtig

Sie sei die absolut perfekte Person, könne sehr empathisch mit dem emotionalen Ausnahmezustand der Kunden umgehen. Die Resonanz darauf, dass die Regenbogenhilfe in die Drachenstadt kommt, sei überwältigend. „Das freut uns sehr.“ Und was ist der häufigste Satz den die Trauerbegleiter zu hören bekommen? „Danke, dass es euch gibt.