Wieder ein Schmuckstück: Alte Canzley in Neunburg erhält Denkmalpreis des Bezirks Oberpfalz

Nachdem der Bezirk Oberpfalz im Vorjahr bereits zwei Neunburger Projekte mit dem Kulturpreis geehrt hatte, konnte sich auch heuer ein Bewerber aus der Pfalzgrafenstadt durchsetzen: Einer der drei Denkmalpreise des Bezirks, die jeweils mit 4000 Euro dotiert sind, geht an die Alte Canzley.
Eine Fachjury hatte die Architekten Sarah Fleischmann und Johannes Steidl, die die Alte Canzley saniert haben, aus insgesamt 35 Vorschlägen ausgewählt. Auf 600 Quadratmetern entstanden in dem historischen Gebäudekomplex ein Architekturbüro, eine Praxis, zwei Gewerbeeinheiten und eine Wohnung, die von den beiden Architekten selbst bewohnt wird.
In der Würdigung der Jury heißt es: „Den Bauherren ist es gelungen, den Charakter des Hauses aus dem 14. Jahrhundert wieder erlebbar zu machen.“ Mit großer Eigenleistung, Liebe zum Detail und höchster handwerklicher Qualität habe das Architektenehepaar das historische Gebäude, das sich seit gut 25 Jahren in ihrem Familienbesitz befindet, wieder zu einem Schmuckstück der Neunburger Altstadt gemacht.
Fleischmann und Steidl hatten allein 4000 Stunden Eigenleistung in die Sanierung gesteckt, die innerhalb von drei Jahren umgesetzt wurde. Sie hatten bei dem Vorhaben darauf geachtet, dass der Zustand von 1857 wiederhergestellt wird. So wurde beispielsweise der Saal, der beim Umbau in den 1960er Jahren in vier kleine Räume unterteilt worden war, wieder zu einem großen Raum gemacht und gleichzeitig die Bohlenbalkendecke freigelegt.
