Neues Sondergebiet für Wertstoffhof und Lagerflächen an der Bahnlinie in Parsberg

Wichtige Weichen stellte der Bau- und Umweltausschuss in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien. Das Plenum brachte die Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplan auf den Weg und stimmte den Plänen für das Sondergebiet „Lochäcker“ zu, in das möglicherweise der Wertstoffhof umziehen soll.
Da es im August keine Stadtratssitzung gibt, hatte der Bau- und Umweltausschuss dieses Mal eien große Tagesordnung. Den Flächennutzungs- und Landschaftsplan für die Stadt Parsberg hatte der Stadtrat bereits in seiner Sitzung vom 17. November beschlossen. Parallel zur ersten Auslegung wurden die betroffenen Grundstückeigner befragt, wie sie zu den auszuweisenden Gebieten stehen und ob sie im Bedarfsfall abgabebereit wären, erläuterte Bürgermeister Josef Bauer zum Verfahren.
Bei Workshop Bedenken der Bürger erörtert
Der Rücklauf war gut und war in einem gemeinsamen Termin mit der Regierung der Oberpfalz und dem Landratsamt Neumarkt weiter erörtert worden.Bei einem folgenden Workshop legte der Stadtrat einen Workshop die Flächen fest. Das wurde anschließend in den vorliegenden Entwurf eingearbeitet.
Den so geänderten Flächennutzungsplans in der Fassung vom 22. Juli 2025 billigte der Bauausschuss und beauftragte die Verwaltung, die Auslegung des Entwurfs und die Beteiligung der Fachstellen und sonstiger Träger öffentlicher Belange zu veranlassen.
Weiter ging es um den Bebauungsplan für das Sondergebiet „Lochäcker II“, den der Stadtrat am 12. Dezember 2024 beschlossen hat. Dabei ist angedacht, auf einem Teilbereich Flächen für einen möglichen Wertstoffhof, Garagen, Fahrzeughallen, Container- und Lagerflächen zu schaffen. Die Planungen des Architekturbüros für das Sondergebiet stellte Wolfgang Erdinger vom Bauamt vor. Das Plenum befürwortete den Entwurf einstimmig.
Zimmererarbeiten für WC vergeben
Die Verwaltung wurde beauftragt, die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung sowie die Beteiligung der Behörden und Träger durchzuführen. Für das Neubaugebiet Hackenhofen werden Straßennamen gesucht. Josef Bauer forderte die Stadträte auf, bis zur nächsten Sitzung im September Vorschläge einzuholen. Für die zu errichtende WC-Anlage in der Stadtmitte schlugen die Räte vor, die Zimmererarbeiten mit einer Angebotssumme von 58 300 Euro an die Firma Bogner aus Freihausen zu vergeben.
Dem Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage und einer landwirtschaftlichen Biogasanlage in Darshofen stimmte der Ausschuss ebenso zu wie dem Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Parsberg außerhalb eines Baugebietes. Grünes Licht gab das Gremium ferner für die Pläne der Bahn, in der Nähe des Bahnhofs auf eigenem Grundstück einen sogenannten Schaltposten zu errichten.