Die Stadt Parsberg erhält ein zweites Boardinghouse mit 31 Appartements

Von Günter Treiber · 14. Juni 2025 um 11:00

Bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Donnerstagabend ging es zunächst um den Bau eines sogenannten Boardinghouse, wie es bereits eines am Campus gibt. Bauherr ist die Velburger Firma Andreas Karl. Dazu war zu erfahren, dass es 31 Appartements mit einer Mittelgarage geben werde. Bei einer Gegenstimme genehmigte das Gremium den Neubau.

Die Planer gaben dazu an, dass sich das städtebauliche Umfeld mit einer Tankstelle, einem im Bau befindlichen Supermarkt und weitere größere Gebäudestrukturen gebe, so dass sich die Gebäudedimension angemessen in das Umfeld einfüge. Damit war Stadtrat Friedrich Loré absolut nicht einverstanden, denn er sah in östlicher Richtung mehrere Einfamilienhäuser. „Da kann ich nicht zustimmen, denn der Bau würde nach meiner Ansicht sich nicht ins Umfeld einfügen.“ Also stimmte er dagegen, was aber keine Bedeutung hatte, da der Rest der Ausschussmitglieder für den Bau war.

Einstimmig war man dann dafür, dass an der Eichendorffstraße neun Einzelgaragen mit Duplexparkern und vier Einzelstellplätze errichtet werden. Eine sehr erfreuliche Nachricht hatte Bürgermeister Josef Bauer zu vermelden: „Nachdem ich 20 Jahre lang versucht habe, die Zugänge zum Bahnhof barrierefrei zu machen, ist es nun endlich so weit.“ Bereits im Februar 2026 soll mit den Arbeiten im Zuge der Streckensanierung Regensburg-Nürnberg begonnen werden. Die umfangreichen Arbeiten, die sich durch den Bau der Aufzüge für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte ergeben, sowie die Anhebung der Bahnsteige sollen bereits Mitte August 2026 fertig sein.

Parsberger sprechen sich für weniger Flächenversiegelung aus

In weiteren Bauanträgen wurde die Errichtung einer Werbeanlage sowie die Erweiterung eines Wohnhauses und die Errichtung eines Anbaues für Gartengeräte zugestimmt. Die Errichtung eines Carports wurde vertagt, die Stadträte wollen die Maßnahme erst in Augenschein nehmen.

Bereits im März 2025 wurde angekündigt, dass der rechtskräftige Bebauungsplan „Hackenhofen IV“ optimiert werden könnte. Dabei hat das Planungsbüro bereits die Verengungen der Straßenbreiten und die Vergrößerung der Parzellen in den Bebauungsplan aufgenommen, was den Vorteil bringt, dass es weniger Flächenversiegelung gebe sowie Kostenersparnisse bei der Erschließung. Das Gremium hat die Änderungen gebilligt und gleichzeitig die Verwaltung beauftragt, die Auslegung und Fachstellenbeteiligung im vereinfachten Verfahren durchzuführen.

Bernhard Schmid ist Wahlleiter bei der Kommunalwahl 2026

Die Verwaltung hat festgestellt, dass bei der Übertragung des Straßenbestandsverzeichnisses in eine Software bisher nicht gewidmete Straßen und Wege vorhanden seien. Das Gremium stimmte einer Änderung des Straßenverzeichnisses zu. Und zum Neubau des Sozial- und Bürogebäudes im Bauhof wurde der Auftrag für die Fliesenarbeiten der Firma Röhrlich aus Wendelstein erteilt. Die Kosten belaufen sich auf 39 000 Euro.

Die anschließende Stadtratsitzung hatte nur einen Tagesordnungspunkt, nämlich die Wahl des Wahlleiters für die Kommunalwahlen am 8. März 2026. Einstimmig war das Gremium dafür, das Amt Bernhard Schmid zu übertragen.