Handwerkskammern feiern Jubiläum – HWK-Präsident Haber: „Machen einen sehr guten Job“

125 Jahre Handwerkskammern: Dieses Jubiläum feierten die Mitglieder der Vollversammlung der Handwerkskammer (HWK) Niederbayern-Oberpfalz zusammen mit zahlreichen Ehrengästen im Rahmen ihrer turnusgemäßen Sitzung.
HWK-Präsident Georg Haber betonte: „Wir sehen uns als Bildungskammer, die unsere Handwerker nicht nur aus- und weiterbildet, sondern die auch bundesweit immer ganz vorne mit dabei ist, wenn es um technische Innovationen geht.“ Als Beispiel nannte Haber laut Mitteilung der HWK das Projekt KINO, womit die Integration von KI-Technologie in Betrieben gefördert wird.
In seinem kurzen Blick in die Historie der Handwerkskammern ging Haber darauf ein, dass die Kammern im Jahr 1900 auf dem Gebiet des damaligen Deutschen Reichs vor allem deshalb gegründet wurden, weil die Qualität der Ausbildung verbessert und die schrankenlose Gewerbefreiheit eingedämmt werden sollten. Damals wie heute habe es einen enormen Fachkräftebedarf im Land gegeben.
Kammer machen „sehr guten Job“, so Haber
Noch immer stehe für die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz die bestmögliche Qualifikation des Handwerkernachwuchses ganz oben auf der Agenda: „Handwerk vereint Tradition und Moderne, um unser duales Ausbildungssystem werden wir weltweit beneidet.“ Die Kammern, so Haber, „machen hier einen sehr guten Job“.
Die Aufgaben seien im Laufe der Jahre „schier explodiert“. Deshalb sei die Fusion der Handwerkskammern Niederbayern und Oberpfalz am 1. Januar 1974 „eine strategisch gute und richtige Entscheidung“ gewesen, wird Haber in der Mitteilung weiter zitiert.
Eine Institution, die das Handwerk prägt und stärkt
Lob gab es unter anderem von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler): „Die HWK ist eine Institution, die das Handwerk in Ostbayern über Generationen hinweg geprägt und gestärkt hat.“ Das Handwerk sei heute mehr denn je Motor für Innovation, Ausbildung und regionale Wertschöpfung. „Wir freuen uns auf die nächsten 125 Jahre High-Tech aus dem Kammerbezirk Niederbayern-Oberpfalz“, so Aiwanger.
42 475 Handwerksbetriebe gibt es in Niederbayern und der Oberpfalz. Nach Betrieben ist der Handwerkskammerbezirk der zweitgrößte Bayerns und der drittgrößte Deutschlands, heißt es in der Pressemitteilung. Beschäftigt sind bei den Unternehmen über 219 000 Personen, der Nettoumsatz liegt bei 38,0 Milliarden Euro. Aktuell werden circa 13 200 Lehrlinge im ostbayerischen Handwerk ausgebildet.