Martina Englhardt-Kopf besucht Lederfabrik Perlinger in Furth im Wald

Im vergangenen Jahr hat die Lederfabrik Perlinger 160-jähriges Jubiläum gefeiert. Zu diesem Geburtstag hat die Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf Firmenchef Ulrich Perlinger gratuliert. Dafür gab es eine Einladung inklusive Betriebsführung.
Seit fünf Generationen ist das Unternehmen in Familienbesitz. „Es hat sich immer ein Perlinger gefunden, der die Familientradition weiterführt“, sagt der derzeitige Chef. 1864 kam die Familie Perlinger nach Furth, vor allem, weil es hier schon eine Bahnanbindung gab, die das wertvolle Leder in alle Himmelsrichtungen bringen konnte.
30 Jahre lang befand sich die Lederfabrik in der Stadt, dann haben sich die beiden Brüder, die damals am Ruder waren, getrennt. Seit 1900 hat sich der Familienzweig, dem Ulrich Perlinger heute voransteht, auf die Fertigung von Kalbsleder spezialisiert, ist inzwischen deutschlandweit das einzige Unternehmen, das Kalbshäute bearbeitet. Das darüber hinaus in einer Qualität, die höchsten Ansprüchen genügt. 98 Prozent der Leder gehen in den Export. Abnehmer in Europa, Asien, Hongkong oder speziell auch Japan gehören seit Jahrzehnten zu treuen Kunden.
Englhardt-Kopf zeigte sich im Rahmen der Betriebsführung beeindruckt von dem, was in Furth im Wald produziert wird und nahm einige Anregungen mit nach Berlin. Themen wie Bürokratieabbau, die kaum zu lösenden Probleme mit dem Lieferkettengesetz oder auch den Ausbau der angrenzenden Bundesstraßen hat Perlinger angesprochen. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass hier durchaus Handlungsbedarf besteht.