14 Länder vs. Bayern: Bildungsministerin fordert Einigung im Streit um Sommerferien

Im Streit um die Sommerferientermine hat Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) die Bundesländer zu einer Einigung aufgefordert. „Es ist Sache der Kultusministerkonferenz und der Länder, hier eine zeitgemäße Lösung zu finden“ sagte Prien der „Bild.
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Prien reagierte damit auf Aussagen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der auch über 2030 hinaus für Bayern beansprucht, als letztes Land Ende Juli in die Sommerferien zu starten.
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Zuvor hatte Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) eine Änderung der Sommerferienregelung ins Gespräch gebracht. Nordrhein-Westfalen hätte auch gern einmal einen späteren Ferienstart, sagte sie der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Söder betonte daraufhin, der Ferienrhythmus sei „fest in der DNA der Bayern drin“.
Rotierender Ferienbeginn in 14 Ländern
In 14 Bundesländern beginnen die Sommerferien von Jahr zu Jahr in einem rotierenden System zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nur in Bayern und Baden-Württemberg starten sie stets Ende Juli oder Anfang August und enden Mitte September. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Vorstöße, um die Ferienzeiten auch in diesen beiden Ländern flexibler zu gestalten.
Sven Teuber (SPD), Bildungsminister von Rheinland-Pfalz, forderte nach Angaben der „Bild“-Zeitung in der Kultusministerkonferenz „konstruktive und gemeinsame Lösungen - auch von den Ländern, die sich bisher wenig beweglich zeigen“.
Auch Sachsen dringt darauf, dass Bayern und Baden-Württemberg ihre Sonderrolle bei den Sommerferien aufgeben und der Ferienbeginn dort künftig wie bei den anderen Bundesländern rotiert. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sagte „Bild“: „Sachsen ist dieses Jahr im Ländervergleich relativ früh dran, das hat auch seine Vorteile. Dennoch werden wir über die Ferienregelung ab 2030 diskutieren müssen und auch über den Sonderstatus von Bayern und Baden-Württemberg.“
Die Sommerferientermine sind bis ins Schuljahr 2029/2030 festgelegt. Ende dieses Jahres wird über den folgenden Zeitraum verhandelt.