Nach Insolvenz: Dem Sausalitos in Regensburg bleiben nur noch wenige Tage

Tacos, Burritos, Nacchos, Adios: Nun ist auch das Schicksal der Regensburger Sausalitos-Niederlassung mit mexikanisch-amerikanischer Küche besiegelt. Zwar führt das Unternehmen diesen Standort der Kette auf der Homepage noch als geöffnet. Lange wird das aber nicht mehr der Fall sein.
„Das Sausalitos Regensburg wird nach aktuellem Stand nur noch bis Ende Juli fortbetrieben“, erklärt Sebastian Brunner, der mit der Unternehmenskommunikation betraut ist. Es sei bereits ein Nachmieter für den Standort gefunden worden, der dort aber ein anderes Konzept betreiben werde. Hierfür sollen Umbauarbeiten vorgenommen werden, so dass eine vorübergehende Schließung erforderlich sein wird.
Wer die Räume in Zukunft nutzen wird, ist seit Freitag bekannt: Das ist Clementino Gratton, der seit 1980 seine legendäre Pizzeria „Da Tino“ am Haidplatz betreibt. Vor dem Wochenende ließ er eine Bombe platzen. Das beliebte Lokal wird seine Türen Ende August am Haidplatz schließen. „Der Pachtvertrag läuft aus“, nannte Gratton als Grund.
Allerdings hat er mit dem nun schließenden Sausalitos-Standort schon eine neue Bleibe in etwa 250 Metern Entfernung gefunden. Ende September plane er, nach einer Umbauphase neu zu eröffnen. Da Generationen von Regensburgern im Da Tino die italienische Küche auch abseits von Pizza und Pasta kennen und lieben lernten, gab Gratton auch ein Versprachen: Die Speisekarte werde er im neuen Lokal auf jeden Fall beibehalten. Das Sausalitos hatte seinen Standort in Regensburg im Juli 2008 eröffnet. Damit war es nun 17 Jahre in der Domstadt zu finden.

Im März war bekannt geworden, dass Sausalitos laut einem Beschluss des Amtsgerichts München für die Gesellschaften Sausalitos Holding GmbH, Sausalitos Heumarkt 67 GmbH, Sausalitos Aachen GmbH sowie Sausalitos Norddeutschland GmbH sowie für weitere Gesellschaften Insolvenzanträge gestellt hatte.
Verändertes Kundenverhalten seit Corona-Pandemie
Als Grund für die Probleme nannte Sausalitos unter anderem die Auswirkungen der Corona-Pandemie. So habe sich das Kundenverhalten seither geändert, die Gästezahlen seien zurückgegangen. Zur Eröffnung der Insolvenz waren laut Brunner etwa 40 Mitarbeiter in dem Lokal beschäftigt. Größtenteils seien das Teilzeit- und Mini-Jobber gewesen.
Die rund 40 Standorte der von der Insolvenz betroffenen Gesellschaften seien für die Gäste weiterhin geöffnet, hieß es damals. Durch Franchisenehmer betriebene weitere Standorte seien von den Insolvenzverfahren nicht direkt betroffen.
Brunner hatte wenig später angekündigt, dass sich die Zukunft der Regensburger Niederlassung bis Mai klären werde. Am Montag hatte die Bild berichtet, dass unterdessen 18 Standorte geschlossen worden seien. 16 seien derzeit noch geöffnet, darunter die Regensburger Filiale.