CSU nominiert Kandidaten: Ein Deininger will Bürgermeister in Berching werden

Von Franz Guttenberger · 13. Juli 2025 um 11:00

Nun ist es amtlich: Peter Hollweck aus Deining ist CSU-Bürgermeisterkandidat für Berching bei der Kommunalwahl im März 2026. Bei der Nominierungsversammlung am Freitagabend im Brauerei- Gasthof Winkler wurde der 52-Jährige aus Deining in geheimer Wahl nahezu zu 100 Prozent von den CSU-Mitgliedern des Großgemeindeverbandes gewählt.

Hollweck möchte das Erbe von Bürgermeister Ludwig Eisenreich antreten und sich gegen die bisher bekannten Mitbewerber um den Rathaussessel, Lothar Bierschneider (Freie Wähler) und Dietmar Zeller (Bürgerliste), durchsetzen. Bei der Versammlung am Freitag schlug der Berchinger CSU-Ortsvorsitzende Thomas Frölich, der zugleich Vorsitzender des CSU-Großgemeindeverbands ist, als Kandidaten Peter Hollweck vor. Es gab keinen Gegenkandidaten.

Gutes Zeugnis von Finanzminister Füracker

Für Frölich ist Hollweck sehr bürgernah, kompetent und vor schlichtweg fähig für das Amt als Bürgermeister. Kurz ging Frölich auf die kommunalpolitischen Erfahrungen von Hollweck ein. Neben Finanzminister Albert Füracker war zudem CSU-Landratskandidatin Katharina Ziegler zu Gast in Berching. Füracker bat die Mitglieder um Geschlossenheit. Wie Frölich bezeichnete er Hollweck als einen guten und fähigen Kandidaten.

Hollweck ist in dem beschaulichen Ort Unterried bei Litzlohe aufgewachsen. Er wohnt seit 31 Jahren in Deining, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seit 23 Jahren ist er im Gemeinderat in Deining, seit fünf Jahren Kreisrat und in der zweiten Wahlperiode dritter Bürgermeister in Deining. Radfahren, Singen Musik, das sind seine Hobbys.

Sollte er Bürgermeister von Berching werden, möchte er unter anderem erreichen, dass in den Dörfern jungen Familien die Möglichkeit erhalten, im Ort zu bleiben und im Ort zu bauen. Äußert wichtig findet er es auch, dass in der Gemeinde Bauland für Industrie und Gewerbe ausgewiesen wird. Für die Jugend sollte nicht ein spezielles Jugendhaus geschaffen werden, sondern etwas Multifunktionelles, das heißt ein oder mehrere Räume, die nicht nur von der Jugend, sondern von auch Vereinen und Institutionen zur Verfügung stehen könnten.

Hollweck kennt die 19 ehemaligen Gemeinden von Berching. So sei es ihm wichtig, dass in jeder früheren Gemeinde ein Treffpunkt, ein Versammlungsort, vorhanden ist. Die Orte sollten nicht zu Schlafsiedlungen veröden. Sollte er Bürgermeister werden, möchte er nah am Menschen, nah am Bürger sein.

Sprechstunden für Bürger

Er möchte einmal in der Woche eine Bürgersprechstunde anbieten, und zwar abwechselnd im Kernort Berching und in den Ortsteilen.

Stellvertretender Kreisvorsitzender Christian Schmid aus Velburg gab das Ergebnis der geheimen Wahl bekannt. Von den 55 Mitgliedern stimmten 53 für Peter Hollweck, eine Stimme war ungültig, eine Enthaltung gab es.

Hollweck freute sich über das Superergebnis und bedankte sich für das Vertrauen. Frölich, der neben Füracker der erste Gratulant zur Wahl war, sagte: „Der Wahlkampf hat nun begonnen, nun werden wir alsbald eine schlagkräftige Mannschaft für die Stadtratsliste aufstellen.“