Spannung bei der CSU Amberg: Drei Bewerber für den OB-Sessel stehen bereit

Jetzt ist es amtlich! Bei der Nominierungsversammlung zum OB-Kandidaten am Dienstag, 15. Juli, hat der CSU-Kreisverband Amberg-Stadt die Wahl zwischen drei Bewerbern. Das ist das Ergebnis der Kreisvorstandssitzung am Mittwochabend. Zwei Männer, die sich im Stadtrat engagieren, und ein Beamter der Stadtverwaltung wollen Nachfolger von Michael Cerny werden.
„Die letzten Wochen waren die spannendsten Wochen in meiner gesamten Zeit in der CSU seit 2008“, erklärte Andreas Neiswirth von der Geschäftsstelle des CSU-Kreisverbands. Erstmalig in der Geschichte der Amberger CSU hatte sich diese bei der Nominierung des Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt für ein sogenanntes offenes Auswahlverfahren entschieden – mit dem Ergebnis, dass jetzt drei Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen haben: Stefan Ott, Martin Schafbauer und Helmut Weigl.
Matthias Schöberl, als Favorit gehandelt, sorgte mit Rückzug für Paukenschlag
Der Paukenschlag erfolgte am 7. Juli 2025, als Matthias Schöberl, in politischen Kreisen der Stadt Amberg als Nachfolger von Michael Cerny auf dem Oberbürgermeisterstuhl gehandelt, seine Kandidatur zurückzog. Er begründete dies damit, dass Cerny nicht eindeutig hinter seiner Kandidatur stehe. Cerny seinerseits hatte erklärt, dass er sich bewusst nicht für eine Person entschieden habe, er auch die anderen Bewerber für geeignet und fähig halte.
Seit Juni 2024 hatte sich schon bei der Amberger CSU eine Arbeitsgruppe mit Überlegungen zur Kommunalwahl beschäftigt, nachdem Cerny bekanntgegeben hatte, nicht mehr anzutreten. Im Frühjahr 2025 meldeten die Ortsverbände insgesamt neun Vorschläge als potenzielle OB-Kandidaten.
Die letzten Wochen waren die spannendsten Wochen in meiner gesamten Zeit in der CSU seit 2008.
Andreas Neiswirth aus der CSU-Geschäftstelle
Im Juni 2025 schließlich verblieben schließlich nach Gesprächen mit der im Mai neugewählten Kreisvorsitzenden Susanne Herding vier Bewerber. Nach dem überraschenden Rückzug des CSU-Fraktionsvorsitzenden Matthias Schöberl waren es noch drei Namen, die seit diesem Mittwoch nun auch vom Kreisvorstand offiziell bestätigt sind.
Das sind die drei Bewerber für die OB-Kandidatur
Stefan Ott (45) war von 2015 bis 2019 Vorsitzender des CSU-Kreisverbands Amberg. 2019 übergab er das Amt an Michaela Frauendorfer. Seit 2020 sitzt der Büroleiter von MdL Harald Schwartz für die CSU im Amberger Stadtrat.
Martin Schafbauer (46) sitzt zwar nicht für die Amberger CSU im Stadtrat, was er als Beamter der Stadt Amberg gar nicht kann, er ist aber seit vielen Jahren politisch aktiv. Der Leiter des Einwohnermeldeamts ist seit 20 Jahren im Kreisvorstand seiner Partei, ist Ortsvorsitzender in Ammersricht und war unter OB Wolfgang Dandorfer der persönliche Assistent.
Helmut Weigl gilt mit seinen 59 Jahren fast schon als Urgestein der Amberger CSU. Der Kaminkehrermeister und Diplom-Ingenieur (FH) ist seit 2002 Stadtratsmitglied, war Vorsitzender des Ortsverbands Eisberg, ist stellvertretender Kreisvorsitzender.
Die Delegierten entscheiden bei der Versammlung am 15. Juli
„Wir haben nicht nur einen, sondern gleich mehrere Kandidaten mit unterschiedlichen Stärken, die alle die Chance verdienen, die Amberger CSU von sich als ihren Oberbürgermeister-Kandidaten zu überzeugen“, heißt es in der Pressemitteilung aus der CSU-Geschäftsstelle am Donnerstagvormittag.
Am 15. Juli hat nun die Nominierungsversammlung der Amberger CSU-Ortsverbände zu entscheiden, wer ihr Steuermann für die Kommunalwahl 2026 werden soll.