Neuer Kunstrasenplatz - Jetzt sind die Kicker das ganze Jahr am Ball

Für Marcus Preußner ist er ein „Quantensprung“ für den Sport, aber auch für die gesamte Marktgemeinde: Mit dem neuen Kunstrasenplatz, der auf dem Gelände des TSV Bad Abbach seit dem vergangenen Herbst entstanden ist, will die Fußballabteilung des Vereins, die Preußner leitet, nicht nur mehr und ganzjährig Spielbetrieb ermöglichen. Auch qualitativ sei der Untergrund „perfekt, um technisch gut Fußball zu spielen und auf hohem Niveau zu trainieren“, unterstreicht Marcus Preußner.
Genutzt wird der Platz, dessen offizielle Eröffnung am 11. Juli stattfindet, vor allem von den beiden Vereinen, die das Projekt gemeinsam auf die Beine gestellt und realisiert haben: Neben den Fußballern des TSV bekommen auch die Kicker des SC Peising ein neues, modernes Betätigungsfeld. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Nachwuchsfußball der beiden Klubs. Aber auch Schulen können den Platz nutzen. Mit dem Team „Bananenflanke“ aus Regensburg sollen zudem behinderte Kinder und Jugendliche einen Ort für Sport und Spaß geboten bekommen.
Hohe Förderung
Rund eine Million Euro hat der Kunstrasenplatz gekostet. Ohne öffentliche Fördermittel, so Marcus Preußner, seien die Pläne nicht umsetzbar gewesen. Viel Energie wurde daher in die Bemühungen um eine LEADER-Förderung gesteckt – mit Erfolg: Mit 250 000 Euro erhielt das Projekt den höchstmöglichen Fördersatz.
Klaus Amann, VöF-Geschäftsführer und LEADER-Manager, lobt das Projekt gleich mehrfach: So würden mit dem neuen Angebot die Freizeit-und Sozialstrukturen des ländlichen Raums gestärkt. Dass Kinder und Jugendliche mehr Bewegungsmöglichkeiten bekommen, begrüßt Amann ebenfalls: „Das ist ein Freizeitangebot für die Zukunft.“
Dass der neue Fußballplatz barrierefrei ist, zählt ebenfalls als Pluspunkt. Zudem betont der LEADER-Verantwortliche, dass die beiden beteiligten Vereine sich mit sehr großem ehrenamtlichem Engagement eingebracht hätten. Und schließlich sei durch Technik und Baustil ein hohes Maß an Umweltverträglichkeit gewährleistet.

Gerade letzterer Punkt war auch den Vereinsverantwortlichen besonders wichtig: „Wir haben in puncto Nachhaltigkeit das Maximum herausgeholt“, unterstreicht Marcus Preußner. Der Kunstrasen sei CO2-neutral und könne nach Ende der Nutzungszeit vollständig recycelt werden. Das Füllmaterial wurde laut LEADER-Projektbeschreibung aus Kork oder Quarzsand hergestellt, so dass kein Risiko einer Mikroplastik-Emission bestehe. Für Niederschläge sei der Platz durchlässig. Und bewässert, gedüngt oder gemäht werden muss der Kunstrasen ebenfalls nicht, was entsprechend Ressourcen spart.
Mit den genannten Argumenten und Fakten hinsichtlich des Umweltschutzes wollten die Vereinsverantwortlichen auch Kritikern (vor allem des Bunds Naturschutz) begegnen, die vor allem die Gefahr einer Flächenversiegelung anmahnten: „Auch diesen Aspekten wollten wir mit dem neuen Platz gerecht werden“, sagt Marcus Preußner. Die LEADER-Entscheidung zugunsten der Förderung habe klare Verhältnisse geschaffen. Doch man wolle auch weiter im Dialog bleiben. Zur Eröffnung am Freitag seien daher dezidiert auch Skeptiker eingeladen, so Marcus Preußner: „Wir sollen reden, erklären.“
Eröffnung am Freitag
Nicht nur die Fußballer aus Bad Abbach und Peising, sondern auch die Vertreter der Marktgemeinde freuen sich über die Neuerung im Sportbereich: „Wir begrüßen das ausdrücklich“, formuliert Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald. Nachdem das Projekt im Marktgemeinderat vorgestellt worden war, gab es für den Kunstrasenplatz denn auch von dieser Seite einen Zuschuss, der 150 000 Euro für die neue Spielstätte beisteuerte.
Der neue Kunstrasenplatz auf dem Sportgeländes des TSV Bad Abbach wird am Freitag, 11. Juli, mit einem Trainingstag für rund 60 Kinder der JFG Donautal eröffnet. Um 17 Uhr findet ein offizieller Akt statt, zu dem unter anderem Landrat, Bürgermeister, Vertreter des BLSV sowie von LEADER erwartet werden. Auch alle Interessierten laden die Gastgeber ein, sich vor Ort ein Bild vom modernen Fußballfeld zu machen.