Autostellflächen in Kelheim dürfen mit Photovoltaik-Anlagen überbaut werden

Am Montag hat der Bauausschuss der Stadt Kelheim entschieden, dass die Autostellflächen auf dem Areal des Hopfenfeldes, das zum Hafen Kelheim-Saal gehört, mit Photovoltaik überbaut werden dürfen. Mit einem symbolischen Spatenstich am Mittwochmorgen wurde die Entscheidung gefeiert. Dabei waren Vertreter aus der Politik, Vertreter der Solea AG, welche die Photovoltaik-Anlage baut, sowie Vorstandsmitglied der BLG Logistics Axel Krichel.
„Dieses Projekt kann nur stattfinden, weil Player zusammengespielt haben, die eigentlich nicht zusammenspielen müssten“, sagte Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger. Mit diesem Projekt habe man vor vier bis fünf Jahren begonnen und man wolle damit zeigen, dass man die Energiewende ernst nehme. Künftig könne man auf einer Gesamtfläche von über 20 Hektar regenerativen Strom erzeugen und damit rund 23 Megawatt Leistung erzielen. Für die BLG Logistics sei der Bau der Photovoltaikanlagen über ihre Autostellflächen der nächste Schritt in Richtung Klimaneutralität. „Bis 2030 wollen wir klimaneutral sein“, so Vorstandsmitglied Axel Krichel. Rund 30 Prozent der Emissionen des Unternehmens seien auf den Stromverbrauch zurückzuführen. Mit der Umstellung auf Ökostrom könne man diesen Wert reduzieren.
„Wir stehen vor einem Umbruch in der Energiewende“, sagte Georg Sterner, Geschäftsführer der Solea AG. In Deutschland gebe es bislang nicht viele solcher Projekte und in der Umsetzung sei so ein Projekt mit vielen Herausforderungen verbunden. Die doppelte Nutzung von Grundstücken, um klimafreundlich und effizient Strom zu erzeugen sei das Ziel des Solarstromunternehmens. Vor Ort konnte auch das Photovoltaikmodul, welches später für den Bau der Anlagen hergenommen wird, begutachtet werden.
Landrat Martin Neumeyer und Bürgermeister Christian Schweiger bedankten sich bei den Vertretern der Solea AG und BLG Logistics sowie allen anderen Verantwortlichen für die Ermöglichung des Projektes. „Wir sind stolz auf das, was heute passiert“, so Landrat Neumeyer.